D 1994, 63 min
Label: Absolut Medien

Genre: Dokumentation, Erotik

Regie: Birgit Hein

Baby I Will Make You Sweat

Birgit Hein ist schon ewig lang allein, einsam, so richtig voller Sehnsucht, daß sie bei Liebesfilmen in der Glotze Rotz und Wasser heult. Draußen grauer Schnee, Jamaika verspricht Sonne und mindestens die Hoffnung, nicht mehr allein einschlafen zu müssen. Birgit verreist und erkennt, wie einfach es ist, in der Ferne Sex zu haben.

Die DVD ist filmisches Tagebuch, Entblößungszeugnis und derb gehaltene, aber gerade deswegen so überragende Studie der Einsamkeit, denn auch wenn sich die jungen Schwarzen ins welke, weiße Fleisch von Sextouristinnen graben, auch wenn es diesen perfiden, europäischen Altersrassismus nicht zu geben scheint, einsam bleiben Frauen wie die Regisseurin am Ende trotzdem. Wenn der letzte Joint geraucht ist, großzügigere Touristinnen ankommen, die jungen Männer zu ihren Familien zurückkehren. Das Schonungslose des Films besticht, auch die Ehrlichkeit Heins, wenn sie sich zu ihrer Begierde nach großen schwarzen Schwänzen bekennt, und sie gibt sich in ihrem gewiß vorhandenen Egoismus keinerlei idealisierter Romantik hin, wenn sie manifestiert: „Lieber kurz brennen als langsam verlöschen.“

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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