Originaltitel: 16 YEARS OF ALCOHOL

GB 2003, 103 min
Label: E-M-S

Genre: Drama

Darsteller: Kevin McKidd, Kelly Lynch, Ewen Bremner

Regie: Richard Jobson

Desolation

Um es vorweg zu nehmen: Richard Jobson wollte eine Geschichte im Duktus von UHRWERK ORANGE, LUNA PARK und AMERICAN HISTORY X erzählen und tut dies leider so, als hätte es die wegweisenden Filme nie gegeben: schulmeisterhaft, vorhersehbar, voller Klischees, mit merkwürdigen Halbchoreographien. Und leider auch mit einem nicht müde werdenden Off-Kommentar, der den nachdringliches Interesse vortäuschenden Ton einer populärwissenschaftlichen Nachmittagssendung im Rentner-TV anschlägt. Es geht um Frankie, der jung erleben muß, wie sein Vater fremdgeht, dem Alkohol verfällt, die Mutter ihn schließlich verläßt. Ein derartig vom Leben gebeuteltes Kind kann - so Jobson - nur Skinhead werden, ebenfalls dem Alkohol verfallen und schließlich durch die Liebe und Gesprächskreise geläutert werden. Zu spät natürlich ...

Jobsons fehlendes erzählerisches Talent zeigt sich in der eindimensionalen Betrachtung, in der Dauereinflüsterei, wenn er für Gefühle mal wieder keine Bilder findet. So bleibt am Ende beim Zuschauer nur Nullidentifikation, ja Langeweile, ob dieser Grobschnitzerei.

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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