Originaltitel: LA CITÉ DES ENFANTS PERDUS

F 1995, 108 min
Label: Concorde HE

Genre: Schräg, Fantasy, Kult

Darsteller: Dominique Pinon, Ron Perlman

Regie: Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro

Die Stadt der verlorenen Kinder

Eine kongeniale, wenn auch zu kurze Allianz, die des phantasievollen Zeichners und Designers Marc Caro und des - eher klassisch geprägten - Filmemachers Jean-Pierre Jeunet. Nach einigen gemeinsamen Kurzfilmen eroberten die beiden Jungstars das Publikum mit DELICATESSEN. Vier Jahre später entstand dieses noch düsterere Meisterwerk - ihre leider letzte Zusammenarbeit. Erzählt wird von der Suche des gutherzigen Riesen One nach seinem kleinen Bruder Denrée. Den hat der Psycho Krank entführt, um sich an seinen Träumen zu erquicken. Davon erhofft er sich, das Altern zu stoppen. Als surreales Märchen auf einem futuristisch-expressionistischen Spielplatz zwischen Fritz Lang und Edvard Munch wird diese schräge Ballade in morbidem Moll gesungen. Der ideenreiche Designer Gaultier steuerte die Kostüme zum Gesamtkunstwerk bei, welches beim Wiederentdecken nochmals deutlich macht, wie stark Caro - der tonangebende visuelle Magier - Jeunet fehlt, der sich mit AMÉLIE und MATHILDE momentan glattschleift und doch nur wiederholt.

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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