Originaltitel: DONNYBROOK

USA 2018, 97 min
Label: Koch Films

Genre: Thriller

Darsteller: Jamie Bell, Frank Grillo

Regie: Tim Sutton

Donnybrook

Nein, zum titelgebenden Ort möchte man sich nicht freiwillig begeben. Junkies, Nutten, Nazis und Totschläger finden sich in diesem Vorhofhöllen-Waldstück zusammen, all das, was jenseits des bürgerlichen Geschmacks vorstellbar ist, passiert hier. Und Jarhead nimmt den weiten Weg nur auf sich, um seine Familie aus dem Dreck zu holen, den Kindern eine Zukunft zu sichern, seiner Frau den Entzug zu ermöglichen. Dafür bleiben ihm nur seine Fäuste. Und seine immense Wut, um bei einem ultra-brutalen Kampf auch noch den letzten Gegner plattzumachen.

Kaum auszuhalten ist dieser Blick in diese real existierende Abscheulichkeit, hier sind wirklich alle kaputt, die Crystal-Meth-Opfer genau wie die Bullen, regelrecht Ekel empfindet man vor dieser Parallelwelt und bleibt doch dran, weil Tim Sutton mit ruhiger Hand erzählt, gekonnt irrlichterndes Nachtblau mit tropfendem Blutrot mischt, die heftigsten Szenen dabei so montiert sind, daß man sich nicht vollends abwendet, weil die Geschichte von Bedrohung, gesellschaftlichem Versagen und menschlicher Verrohung handschweißerregend spannend erzählt und mit Jamie Bell, nach SKIN einmal mehr in einer grenzwertigen physischen Performance, ideal besetzt ist.

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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