Originaltitel: ENDURING LOVE

GB 2004, 96 min
Label: Constantin

Genre: Drama, Psycho, Literaturverfilmung

Darsteller: Daniel Craig, Samantha Morton, Rhys Ifans

Regie: Roger Michell

Enduring Love

Mit Gänsehautbildern vom tragischen Versuch, einen in den Sturm geratenen Heißluftballon zu erden, geht diese Verfilmung eines der stärksten IanMcEwan-Bücher los, um leider rasch sein knisterndes Hochspannungspotential ans Triviale zu opfern und die Geschichte von einem Liebeswahnsinnigen, der einem fremden verheirateten Mann nachstellt, quasi zu verraten. Verrat schon deshalb, weil in der filmbedingten Raffung gleich komplette Ebenen verschwinden, ausgerechnet auch noch die, die der (Buch-)Geschichte das psychologische Lot gaben, zum Beispiel im hier verschwiegenen ehelichen Konflikt, da Claire ihrem Mann Joe die Stalker-Geschichte nicht so recht glaubt.

Dafür begnügt sich Regisseur Michell mit allerhand abgegriffenen Bildern, einer zwar interessant aber ordnungslos agierenden Kamera, und einem leider völlig verfehlten Cast. Den Liebesverrückten mit Rhys Ifans zu besetzen, grenzt an Anfängerfehler. Freaks werden gerade durch ihre Unscheinbarkeit furchteinflößend, was bei Ifans quasi rein optisch schon nicht möglich ist.

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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