Originaltitel: FOR MIN BRORS SKYLD

DK 2014, 117 min
Label: CMV

Genre: Drama, Schicksal, Erwachsenwerden

Darsteller: Elias Munk, Christopher Friis Jensen

Regie: Brian Bang

For My Brother

Nein, ein Glückswürfel ist nicht dabei auf dem Motiv-Shirt des Teenagers Aske, und aus gutem Grund will der 10jährige unbedingt mit, als seine Mama und die Oma vom Camping früher abreisen. Aske hat Angst. Daß er wieder mit Onkel Hans in den Wald muß, daß sein Vater ihn zum Sex mit anderen Männern freigibt, daß all das nie ein Ende haben wird ... Man muß schon schwer durchatmen nach diesem Prolog, dem auch noch der Tod der Mutter folgt. Der Vater dreht über Jahre Pornos mit dem Sohn, und als Aske 17 ist, sorgt der Teenager sich vor allem um die Zukunft des kleinen Bruders, den er vor einem ähnlichen Schicksal bewahren will.

Was zu einem verstörenden Porträt totaler Verkommenheit und ein Blick in grenzenlose väterliche Degeneration hätte werden können, verramscht Brian Bang leider zu einem mit unsäglich tumber Kamera gefilmten, sich an den Vergewaltigungen auch aufgeilenden und in seiner Plumpheit kaum auszuhaltenden Schlag ins Gesicht aller Mißbrauchsopfer. Dazu klimpert ständig so ein schlecht gestimmtes Fernsehklavier, und der mit krude viel zu milde umschriebene „Twist“ am Schluß zeigt die häßlichste Grimasse, die blanker Hohn ziehen kann.

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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