Originaltitel: SHORT SKIN

I/Iran/GB 2014, 82 min
Label: CMV

Genre: Drama, Erwachsenwerden

Darsteller: Matteo Creatini, Nicola Nocchi

Regie: Duccio Chiarini

Short Skin

Wenn nicht in diesem Sommer, wann dann? Arturo und Edo wollen endlich ihre – so sagen sie – Trompeten geblasen bekommen, die Jungfräulichkeit gehört ins Gestern. Die Mädchen sind recht interessiert, das Meer flimmert verschwörerisch, die Sonne brennt. Doch Edo hat ein kleines Geheimnis: Wenn er sich einen runterholen will, dann schmerzt es wie Hölle. Ein wenig Erleichterung bringt Kortisonsalbe, am besten geht es noch, wenn er einen selbstgefangenen Tintenfisch zweckentfremdet. Bianca soll von der Vorhautverengung nichts wissen, sie drängt jedoch etwas, der erste Sex geht schief ...

Nein, dies ist kein Plattitüdenstück in AMERICAN PIE-Manier, vielmehr ein sympathischer und zärtlicher Film über die Ängste einer verunsicherten Jugend, die nervige Phimose ist da wahrlich das kleinere Übel: Die Furcht vor dem Zurückgestoßenwerden, dem zu schnellen Kommen und dem kompletten Versagen regiert. Und Verlustängste durch die sich streitenden Eltern gesellen sich auch noch in diesen Pisaer Wahnsinn. Edo, dieser schüchterne, fast flüsternde und gebeugt laufende Schlaks, wird hinreißend von Matteo Creatini gespielt, ein Newcomer, der einen ganzen Film auf den schmalen Schultern zu tragen weiß.

[ Michel Eckhardt ]

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