Originaltitel: AMERICAN REUNION

USA 2012, 113 min
FSK 12
Verleih: Universal

Genre: Komödie

Darsteller: Jason Biggs, Alyson Hannigan, Chris Klein, Seann William Scott, Tara Reid, Eugene Levy

Stab:
Regie: Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg
Drehbuch: Jon Hurwitz, Hayden Schlossberg

Kinostart: 26.04.12

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American Pie: Das Klassentreffen

Nostalgie, Neues und Tanzen für den Weltfrieden

Einiges ist den AMERICAN PIE-Helden seit den Tagen an der Highschool passiert: Bei Jim und Michelle läuft’s beischlaftechnisch heftig unrund, Oz versauert als TV-Moderator, während Stifler das ausgebeutete Bürobückstück gibt. Temporäre Ablenkung verspricht, der Titel verrät’s, ein rauschendes Klassentreffen. Natürlich wird dieses nicht ohne chaotische Verwicklungen abgehen! Und es versammelt, nostalgische Erinnerungen erwachen, tatsächlich sämtliche einstigen Darsteller. Älter sind sie geworden – und auch leiser. Der ehemaligen Zielgruppe mag es daher vielleicht zu harmlos, zu wenig schlüpfrig abgehen, zumal schockierenderweise bloß eine einzige Dame blankzieht.

Nun ja, ausgleichend darf seitens Jason „Jim“ Biggs in – beschämte fünf Euro für die Wortspielkasse – voller Länge das begutachtet werden, was dessen wie gewohnt grandios aufspielender, außerdem eine unerwartet fast schon rührende Nebenhandlung ausfüllender Filmvater „Würstchen“ nennt. Jedenfalls: Nackte Tatsachen und Zoten bleiben eher Ausnahmen, im Falle eines Fäkalausrutschers darüber hinaus sehr verzichtbar. Man kann als einigermaßen gereifter Mensch eben nicht lebenslang durch wechselnde Betten oder andere Sex-Locations flippen, um nach kurzem Vergnügen lauthals „Next, Please!“ zu schreien. In vermutetem Wissen darum huldigt das Regie-Duo, immer spürbar Fans der ersten Stunde, zwar ausgiebig allem bisher Geschehenen; von „Einmal, im Ferienlager ...“ bis hin zu Stiflers Mom, dem feuchten, ach was, schweißnassen Traum jedes Pubertierenden der Jahrtausendwende. Daß daraus aber kein billiger Abklatsch entstand, dafür sorgt die Konstellation aus den damaligen Nerds vs. der heutigen Jugend. Einfach klasse, wenn im Autoradio „Classic Rock“ (= Spice Girls!) läuft, oder Stifler mit dem an moderne Zeiten angepaßten Hinweis, sämtliche „Twilight“-Bücher toll zu finden, junges Gemüse abschleppen möchte. Wen er gegen Ende dann wirklich abkriegt, beweist ebenfalls profunde Zuneigung zum PIE-Universum und sei selbst gesehen. Da blickt man sogar gutmütig über die schließlich daumendick aufgepinselte Freundschaft-und-wahre-Liebe-Moral hinweg.

Übrigens empfiehlt es sich, nicht sofort bei Beginn des Abspanns panisch aus dem Saal zu rennen: Wenn Verdi gewußt hätte, zu welcher Finalszene seine sterbende Violetta Valéry hier ihren musikalischen Abschied von der Welt nehmen würde ...

[ Frank Blessin ] Frank mag Trash, Grenzgängerisches und Filme, in denen gar nicht viel passiert, weil menschliche Befindlichkeiten Thema sind. Russ Meyer steht deshalb fast so hoch im Kurs wie Krzysztof Kieslowski. Frank kann außerdem GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN mitsprechen und wird IM GLASKÄFIG nie vergessen ...

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