Originaltitel: DUPLEX

USA 2003, 90 min
Verleih: Buena Vista

Genre: Komödie

Darsteller: Drew Barrymore, Ben Stiller

Regie: Danny DeVito

Kinostart: 01.07.04

Noch keine Bewertung

Der Appartement-Schreck

Haus gekauft - Leben futsch

Sehen Sie den kleinen Dicken mit Halbglatze, dort hinten neben Drew Barrymore und Ben Stiller? Das ist Danny DeVito. Er versorgt als Produzent, Regisseur und Schauspieler die Freunde galligen Humors mit bitterbösen Leckerbissen. Gerade geht er mit beiden Hauptdarstellern die nächste Szene seiner neuen Komödie DER APPARTEMENT-SCHRECK durch. Barrymore und Stiller spielen Alex und Nancy, die sich das Eigenheim mit einer schrecklichen Untermieterin teilen müssen.

Im nächsten Moment werden sie heimlich in die Räume der alten Dame eindringen, keine gute Idee. Denn während Alex die explosive Bekanntschaft eines antiquierten Gasherdes macht, erlebt Nancy dank defekter Glühbirne den spannungsgeladensten Moment ihres Lebens. Und das ist erst der Anfang der Qualen.

Alex und Nancy waren Glückspilze mit perfekter Ehe und perfekten Jobs, fehlte nur noch das perfekte Haus. Gesucht, gefunden, einziger Haken: Miss Connelly, eine nette, alte Dame im Obergeschoß als alteingesessene Untermieterin. Der gebrechliche Schein trügt, das zähe Biest kennt alle Tricks des häuslichen Terrors. Da ist die Heimprobe der Damen-Blaskapelle noch eines der geringsten Leiden.

Sehen Sie, wie Herr DeVito sich gerade ins Fäustchen lacht? Als er Larry Doyles Drehbuch las, muß ihn wohl gleich die Lust gepackt haben, den amerikanischen Traum vom erfolgreichen Yuppie-Leben genüßlich durch den Fleischwolf zu drehen. Nichts ist ihm heilig. Job? Weg! Intimsphäre? Denkste! Der angeheuerte Profikiller? Bald selbst Fischfutter. Klar ist der Regisseur mit diesem Konzept auf der Gewinnerseite. Aber auch ihm scheint dieses Szenario bekannt vorzukommen. Ein schickes Haus, Kämpfe bis aufs Messer. Richtig, vor fünfzehn Jahren hatte er selbst den ROSENKRIEG angezettelt. Damals machten sich die Eheleute gegenseitig die Hölle heiß. Heute halten sie zusammen und haben doch keine Chance gegen die infernalische Untermieterin.

Somit ist dieser Kampf gefälliger, harmloser, weniger boshaft. Den Helden wird Versöhnung gegönnt. Letztendlich ist der Plunder, den Alex und Nancy verlieren, doch nebensächlich. Es zählt, daß wir miteinander reden, uns helfen. Dann wird alles gut. Aber vorher wird bitte noch ordentlich gequält. Versprochen, Herr DeVito?

[ Roman Klink ]

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