D 2004, 89 min
Verleih: Atlas

Genre: Kinderfilm, Krimi

Darsteller: Marian Lösch, Björn Casapietra, Alexander Beyer

Regie: Günter Meyer

Kinostart: 03.03.05

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Der Dolch des Batu Khan

Schatzsuche im Grünen Gewölbe

Sebastian Schwartz hätte es wissen sollen. Sein Papa hält nie seine Versprechen, stets kommt die Arbeit dazwischen. Wenigstens an Sebastians zwölftem Geburtstag hätte es anders sein können. Gemeinsam wollten sie einen "Männerurlaub" buchen, statt dessen kommt ein Anruf aus dem Grünen Gewölbe, wo Herr Schwartz als Chefkonservator arbeitet.

An der Frauenkirche hat man eine Kiste mit Kunstschätzen entdeckt, die am Ende des 2. Weltkrieges versteckt wurde. Die Presse vermutet wie immer das Bernsteinzimmer, Herr Schwartz ahnt, daß ein legendärer mongolischer Dolch unter den Fundstücken sein könnte und stürzt sich in die Arbeit. Somit ist der Urlaub gestorben und Sebastian sauer, doch als Entschädigung darf er mit ins Grüne Gewölbe zur Restauration des Schatzes. Doch nicht nur das Museum ist interessiert am historischen Fund, Gangster haben sich eingeschlichen, und schon sind Sebastian und seine Freunde Benni und Maria im Abenteuer ihres Lebens.

Mit einer Schatzsuche kann man nichts verkehrt machen. Erst recht nicht mit einem Schatz, von dem alle wissen, daß er da ist, nur keiner weiß, wo. Kinderfilm-Veteran Meyer variiert das Thema, indem er die Handlung in eine der berühmtesten deutschen Kunstsammlungen verlegt, in das Dresdener Grüne Gewölbe. Die historische Kulisse trägt viel zur abenteuerlichen Atmosphäre bei und täuscht über kleine logische Unebenheiten hinweg. Das Protagonisten-Trio auf Indiana Jones’ Spuren ist perfekt auf das junge Publikum abgestimmt. Mit Tricks, frechen Sprüchen und so mancher Stunt-Einlage kommen sie den Kunsträubern auf die Schliche. Mädchen freuen sich über die Songs und die kleine Romanze von Sebastian und Maria, die Jungs haben Spaß an der Legende vom vergifteten Dolch und einer Verfolgungsjagd mit Motorrad.

Dabei läßt Meyer keine Errungenschaft jugendlichen Technikwahns aus - Handy, Internet, Überwachungskamera und ferngesteuerte Fahrzeuge kommen zum Einsatz. Nicht so gelungen besetzt wie sein Vorgänger SPUK AM TOR DER ZEIT kann Günter Meyers Dolchsuchmärchen dennoch mit Tempo und souveränem Handwerk überzeugen.

[ Roman Klink ]

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