D 2012, 75 min
FSK 0
Verleih: Universum

Genre: Animation, Kinderfilm, Abenteuer

Stab:
Regie: Ute von Münchow-Pohl
Stimmen: Jan Delay, Katharina Thalbach, Anna Thalbach

Kinostart: 06.09.12

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Der kleine Rabe Socke

Wer hat Angst vorm Fliegen?

Der kleine schwarze Vogel mit der geringelten Socke, den die Kinder schon aus den mittlerweile 40 Büchern und den Sandmännchen-Folgen von Kinderbuchautorin Nele Moost und Illustratorin Annet Rudolph lieben gelernt haben, kommt auf die große Leinwand. Er ist der typische Anführer in seiner tierischen Freundesgruppe und deshalb nicht immer knuddelig und sympathisch. Er lügt schon mal, will immer bestimmen, lädt sich die meisten Spaghetti auf den Teller und schmollt, wenn es nicht nach seinem Willen geht. Wirklich sympathisch ist jedoch, daß das Filmteam um Regisseurin Ute von Münchow-Pohl nicht dazu neigt, pädagogische Dialoge zu formulieren, sondern den Raben mit all seinen Fehlern einen aufgeweckten, wilden Kerl sein läßt. Das ist in Zeiten, in denen Kinder allerorts ausschweifend in Diskussionen à la „Nein Jonas, wir haben doch schon mehrmals besprochen, daß ich nicht möchte, daß Du dem Anton mit der Schaufel auf den Kopf haust!“ verstrickt werden, auch mal ganz schön. Seine freche Stimme bekommt er im Film übrigens von Jan Delay.

Trotzdem ist dieser Film natürlich eine Ode an Gemeinschaft und Freundschaft, die es zu stärken gilt. Und wie macht man das? Mit Zusammenhalt. Socke hat mal wieder eine dieser unschlagbaren Ideen. Dabei geht der Staudamm, der den heimatlichen Wald vor Überschwemmungen schützt, zu Bruch, genauer: Er wird ziemlich löcherig. Also zieht Rabe Socke mit Wolli, dem ängstlichen Schaf, und Eddi, dem etwas trotteligen Bären, los, um die Biber zu bitten, bei den Reparaturen zu helfen. Dabei müssen die Freunde ihre Angst überwinden, denn die Biber wohnen außerhalb des Waldes, und auf dem Weg gibt es allerlei Hindernisse. Wolli entdeckt dabei, daß sie für ein gewöhnliches Schaf ganz schön mutig ist, und Socke lernt, daß Lügen ziemlich kurze Beine haben, über die man leicht stolpern kann. Derweil versuchen die daheimgebliebenen Waldkinder, im wahrsten Sinne dicht zu halten. Sie lenken Mutter Dachs (gesprochen von Katharina Thalbach) ab und stopfen notdürftig die Löcher des Dammes.

Liebevoll gezeichnet, mit zum Glück nur einem Minimum an schnell geschnittenen Verfolgungs- und weiteren auf Action getrimmten Szenen ist der Film auch wirklich für die Kleinsten geeignet. Und bis zum Happy End sind Schafkonzerte nebst sächselndem Hütehund und ein niedliches Bibermädchen, das Angst vorm Wasser hat, zu erleben.

[ Susanne Schulz ]

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