Originaltitel: DON

Indien 2006, 169 min
Verleih: Rapid Eye Movies

Genre: Action, Klamotte, Gangster

Darsteller: Shah Rukh Khan, Priyanka Chopra, Arjun Rampal, Boman Irani, Om Puri, Isha Koppikar

Regie: Farhan Akhtar

Kinostart: 22.03.07

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Don

Wenn Mafiabosse singen und tanzen

Don - vom wem sonst als Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan gespielt - ist der Obermacker der malaysischen Unterwelt. Mit Fönfrisur und Designersonnenbrille erledigt er die gefährlichsten Drogendeals im Alleingang, immer mit verzierter Knarre im Anschlag und coolem Spruch auf den Lippen. Er hält sich für unantast- und unfaßbar, sowohl für seine Gegner aus der eigenen Branche als auch für die Polizei.

Letztere hat mit Kommissar DeSilva aber einen besessenen Ermittler auf Don angesetzt. DeSilva gelingt es, Don nach einer actionreichen Verfolgungsjagd schwer verletzt gefangen zu nehmen. Um an alle Informationen über Dons Machenschaften heranzukommen, schleust DeSilva einen Doppelgänger, den Straßenmusiker Vijay, in Dons Mafiatruppe ein. Vijay enttarnt aber nicht nur Verbrecher, sondern stößt bald auch auf dunkle Geheimnisse in den Reihen der Gesetzeshüter.

Die Story kommt einem irgendwie bekannt vor, Variationen derselben findet man zweifellos überall im internationalen Gangsterfilm, von FACE/OFF bis INTERNAL AFFAIRS. Regisseur und Autor Farhan Akhtar hat aber ein ganz konkretes Vorbild: Sein Film ist ein Remake eines Bollywood-Klassikers mit dem gleichen Titel aus dem Jahre 1978. Die Neuauflage scheint vor allem der Maxime zu folgen, das Duell von Gangstern und Cops so stylish und visuell bombastisch wie möglich aufzuziehen. Dabei scheut Akhtar nicht vor Klischees und Plattitüden zurück - Hauptsache, sein Werk beschert Kurzweile. Die Zuschauerzahlen in Indien sprechen für diese Herangehensweise, dort war das Mammutprojekt mit Matrix-Ästhetik ein Megahit.

Hat man sich erst auf die überzogene, fast parodistisch anmutende Inszenierung eingestellt, vermag diese Mixtur aus aufwendiger Action, quietschbunten Tanz- und Gesangseinlagen und kitschigen Beziehungskisten durchaus zu unterhalten. Auch wenn man manchmal fürchtet, daß der süßliche Kleister dieses filmischen Riesenbonbons Gehirnkaries verursachen könnte. Tappt man dann noch gutgläubig in einige der Fallen des täuschungsreichen Plots, greift auch die Spannung und man verbringt gern drei Stunden in einer mit Plüsch ausgekleideten Gangsterwelt, wo Mafiabosse lustige Liedchen trällern und 1-A Pirouetten drehen.

[ Paul Salisbury ] Paul mag vor allem Filme, die von einem Genre ausgehen und bei etwas Neuem ankommen. Dabei steht er vor allem auf Gangsterfilme, Western, Satire und Thriller, gern aus der Hand von Billy Wilder, Sam Peckinpah, Steven Soderbergh, Jim Jarmusch, den Coen-Brüdern oder Paul Thomas Anderson. Zu Pauls All-Time-Favs gehören DIE GLORREICHEN SIEBEN, TAXI DRIVER, ASPHALT COWBOY, SUNSET BOULEVARD, POINT BLANK ...

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