Originaltitel: STIR OF ECHOES

USA 1999, 100 min
Verleih: Highlight

Genre: Horror, Psycho

Darsteller: Kevin Bacon, Illeana Douglas, Kevin Dunn

Regie: David Koepp

Kinostart: 03.02.00

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Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt

Erstklassiger Horrorthriller mit Gänsehautgarantie

Tom ist leicht genervt. Immer öfter hat sein kleiner Sohn Jake Erscheinungen und hört nun auch noch Stimmen. Eigentlich hat Daddy keinerlei Verständnis für diesen ganzen Seelenkram und Psycho-Scheiß. Um so mehr lästert Tom über die hypnotischen Fähigkeiten seiner Schwägerin ab. Um sie ein für allemal zu demaskieren, läßt er sich während einer Party darauf ein, sich ihrer Hypnose-Prozedur zu unterziehen. Fatale Entscheidung. Denn in Trance begibt sich Tom auf eine unerträgliche Höllenfahrt. Grausame Bilder, blutige und bestialische Szenarien offenbaren sich ihm. Schweißgebadet wacht er aus der Hypnose auf. Tom ist beunruhigt. Zu intensiv, beinahe echt kam ihm der Horrortrip vor. Von nun an wird er immer häufiger von grausamen Visionen heimgesucht. Er droht zu verzweifeln, nur sein kleiner Sohn scheint zu verstehen, was sein Vater durchmacht: "Du mußt keine Angst haben, Daddy". Doch Tom reagiert fast manisch aus Furcht, daß diese schrecklichen Visionen wahr werden könnten. Immer mehr von der Außenwelt abgekapselt, beginnt er, einigen Leuten in der Nachbarschaft zu mißtrauen. Aus gutem Grund. Tom steigert sich in die Obsession, das Rätsel für seine Alpträume zu lösen. Bald ahnt er, daß irgendetwas im Keller seines Hauses nicht stimmt und man dort mal nachschauen sollte. Das tut er dann auch...

Das ist Gänsehautkino erster Klasse. Keine dämlich kreischenden College-Girls, keine Holzhammergruselei, sondern subtiler Horror, der einen vor Angst im Sessel tiefer rutschen läßt. Wer beim Kammerspiel THE SIXTH SENSE schon zitterte, sollte zu Hause bleiben. Denn hier geht es nicht um irritierend lahme Kindesvisionen, sondern um die knallharte Leidenschaft eines Familienvaters, die Dämonen abzuschütteln und irgendwie zu überleben. Kevin Bacon liefert nicht nur körperlich eine seiner besten Leistungen ab. In Ausweglosigkeit muß er nicht wie Bruce Willis vor Sorge weinen. Bei ihm merkt man in jeder Einstellung: der Mann hat Angst. Wer sich in dieses erstklassige Gruselstück wagt, wird ihn verstehen...

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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