Originaltitel: ERIK OF HET KLEIN INSECTENBOEK

NL/D/Belgien 2004, 95 min
Verleih: Atlas

Genre: Kinderfilm, Fantasy, Literaturverfilmung

Darsteller: Jasper Oldenhof, Anne Mieke Ruyten

Regie: Gidi van Liempd

Kinostart: 12.01.06

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Erik im Land der Insekten

Das Leben ist ein Fest

Erik Pusteblume drückt sich vor einem Vortrag in der Schule. Um Insekten soll es gehen, soviel ist klar, aber in Fahrt kommen will das Vorhaben nicht. Erst als er auf dem Dachboden seines Großvaters das Bild einer Sommerwiese entdeckt, kommen ihm die richtigen Ideen.

Im "Solms", einem alten Insektenlexikon seines Vaters, findet er die Hälfte einer geheimen Botschaft. Der andere Teil, soviel erfährt er noch, befindet sich in Wollewei, jenem Sommerbild auf dem Dachboden. Mit ein wenig Zauberei wird er dann selbst auf Insektengröße geschrumpft und schlüpft in das Gemälde, um das Land der Insekten auf eigene Faust zu entdecken. Das ist abenteuerlich und manchmal auch gefährlich, denn Erik begegnet nicht nur netten Zeitgenossen, wie dem Hummeltaxi oder dem sanftmütigen Schmetterling. Rat und Hilfe findet er dabei immer wieder im "Solms".

Wespen spielen gern Golf, ein Taxiunternehmen im Insektenland ist nicht besonders lukrativ, weil die meisten Bewohner selbst fliegen können, und Glühwürmchen sind die perfekte Zimmerbeleuchtung - so haben die kleinen Zuschauer die Welt der Krabbler noch nie gesehen. Mit zauberhafter Ausstattung, von einem riesigen sonnendurchfluteten Wiesenstück bis hin zum verwinkelten Schnecken-Hotel, wird eine farbenfrohe Welt erschaffen, die einem Abenteuerspielplatz gleicht. Bevölkert wird sie von allerlei amüsanten Kreaturen, zum Leben erweckt von Schauspielern in phantasievollen Kostümen und Masken. Das bricht mit modernen Sehgewohnheiten und erliegt nicht überbordender Effekthascherei.

Vielmehr erinnert ERIK IM LAND DER INSEKTEN in seiner Gestaltung an klassische Kinderfilme wie DER BLAUE VOGEL und erzählt eine überdrehte Geschichte, die ernsthafte Themen kindgerecht verpackt und dabei nur manchmal ins Pädagogische abgleitet. Da sie sich jedoch nie zu ernst nimmt und auf einen hinreißenden Hauptdarsteller bauen kann, wird dies den kleinen Zuschauern nicht einmal auffallen.

[ Roman Klink ]

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