D 1999, 90 min
Verleih: Warner

Genre: Komödie

Darsteller: Benno Führmann, Armin Rohde, Rebecca Immanuel, Herbert Knaup

Regie: Gernot Roll

Noch keine Bewertung

’NE GÜNSTIGE GELEGENHEIT

Zweifelhafte Komödie mit Slapstick-Einlagen

Im Kinoherbst dieses Jahres gehen überraschend viele deutsche Produktionen an den Start. Jetzt versucht sich auch noch Kameramann Gernot Roll als Regisseur. Allerdings kommt sein Debüt `NE GÜNSTIGE GELEGENHEIT nicht über das Mittelmaß hinaus. Um Komik bemüht, schleppt er seine Protagonisten durch eine Geschichte voller Pleiten und Pannen bis hin zu einem Finale, das jedoch aufgesetzt wirkt.

Gosbert und Abo, zwei Pechvögel wie es sie nur im Film geben kann, hausen auf einem verlotterten Campingplatz im Nirgendwo. Beide träumen vom Geld, Gosbert auch noch von Afrika. Als sich unerwartet `ne günstige Gelegenheit bietet, und sie Herr über eine geiselnehmerlose Geisel werden, verfallen sie der Gier und wittern die fette Knete. Natürlich hapert’s den beiden an professioneller Erfahrung in kriminellen Dingen. Das Dilemma scheint also vorprogrammiert.

Gosberts ewiger Spruch "Kotz die Wand an!" kotzt auch die Zuschauer spätestens nach dem dritten Mal an. Überhaupt ergießen sich die Filmfiguren oft in oralem Schwachsinn. Die slapstick-artigen Toneffekte senken den Film denn endgültig auf Tiefflieger-Niveau. Nur wenige Einfälle sind wirklich komisch, so etwa die äußerst ausgefallenen Foltermethoden und ein Toter mit Dauererektion. Einziger Lichtblick: Herbert Knaup als stinkendreiche Geisel Lorenz Kellermann und die eigentlichen Profitler - das fremdländische Delinquenten-Duo Otranto und Drakonin.

[ Philipp J. Neumann

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