American Outlaws

Trevor Rabin

Oh mein Gott! Hollywood steht Kopf. Die Zeit, in der Filmkomponisten an ihrer künstlerischen Leistung gemessen engagiert wurden, scheint nun endgültig vorbei. Kaum anders ist zu verstehen, daß ein Rocker und Fehlschläger wie Trevor Rabin für eine Westernpartitur verpflichtet wurde. Rabins AMERICAN OUTLAWS ist ein musikalisches Fiasko: schmalbrüstig wie schon ARMAGEDDON oder DEEP BLUE SEA, Kadenzharmonik zum Voraussummen, berechenbar, uninspiriert, langweilig. Mit Fiddel und Gitarre, heroischem Horn und schmachtender Americana ist das Genre weder ausgelotet noch revolutioniert. Da muß Rabin schon konsequenter sein: Gesetze einhalten oder brechen. Besser noch die Hände weg vom Western und fortan ins E-Gitarrenkorsett geschnallt. Denn sein Metal-Feuerwerk für GONE IN 60 SECONDS war vorzüglich.

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.

Label: Varèse Sarabande

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