Label: Sony Classical

Epic – Verborgenes Königreich

Danny Elfman

Danny Elfman, Langzeitkollaborateur Tim Burtons, hat auch einiges von dessen filmischer Verspieltheit in seinen Personalstil integriert. Wie Burton sprudelt auch Elfmans Ideenquell (fast immer) ungehemmt, phantasievoll – und etwas neben der Spur. Das macht ihn zu einem äußerst geeigneten Auftragskomponisten eines Animationsfilms, denn kaum ein anderes Genre benötigt mehr Musik als dieses.

Für das 3D-Abenteuer EPIC entert Danny Elfman das Kreativteam um ICE AGE-Erfinder Chris Wedge. Und das mit einem überaus gelenkigen, irisch eingefärbten Score, der die Gesellschaft von John Powells ähnlich konstruierter Filmmusik DRACHEN ZÄHMEN LEICHT GEMACHT nicht zu scheuen braucht. Im Gegenteil. Elfman brilliert mit einer Tour de Force: Einer kapriziösen Jagd für Bodhrán und Bagpipes folgt die nächste, einer lyrischen Flötenrast die überraschende gehauchte Chorbegegnung, der pathetischen Orchesterextravaganza das mitreißend tänzerische Fiddelfinale. Hörvergnügen in einem fort!

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.

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