Signs

James Newton Howard

Nach THE SIXTH SENSE und UNBREAKABLE ist SIGNS James Newton Howards dritte Arbeit für M. Night Shyamalan. Trotz tendenziellem Originalitätsverlust der Filme, üben die eigene Bildästhetik und Erzählstruktur des Regisseurs noch immer einen immensen Einfluß auf die Tonsprache des Komponisten aus. Kaum eine andere Zusammenarbeit hat Howard so hörbar inspiriert und nachhaltig geprägt.

SIGNS ähnelt im Grundtenor den beiden Vorgängerfilmen. Wie ein Endlosband durchzieht auch hier ein mystischer Faden die gesamte Musik. Dafür bedient sich Howard erstmalig der minimal music und bildet mit einem aufstrebenden 3-Ton-Motiv das Zentrum der Partitur. Abwechselnd interpretiert von Klavier, Flöte oder Viola ist es als schlichte Wiederholung ständig präsent. Wie eine unterschwellige Ahnung, wie ein ewiger Schatten wandert es durch die Tonarten, bis es in den Wirren des Finales in genialen Verzweigungen kulminiert. Brillant!

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.

Label: Hollywood

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