Something Wild (1961)

Aaron Copland

Ein grandioser Coup ist Varèse mit der Erstveröffentlichung von Aaron Coplands SOMETHING WILD gelungen. Von der musikhistorischen Bedeutsamkeit einmal abgesehen, handelt es sich bei diesem Album um die überhaupt erste (!) CD-Publikation einer originalen Filmmusik aus der Feder des bekanntesten US-amerikanischen Konzertkomponisten des 20. Jahrhunderts. Und um eine großartige! Coplands Titelthema ist ein kraftvolles, jazziges Klanggebrüll, ein Kampf um Wahrnehmung in einer Stadt, die niemals schläft: New York. Den enormen Schlagzeugeinsatz in den furiosen Stücken kontrastiert Copland mit pastoralen Tönen, welche die grünen Oasen der Stadt symbolisieren. Americana-getreu plaziert er hierfür langgezogene Streichermelodien und flockige Flötenlaute. Obwohl Copland nur acht Filmmusiken schuf, beweist seine letzte einmal mehr, daß er ein Meister seines Faches gewesen ist.

SOMETHING WILD ist eine der wichtigsten Filmmusikausgrabungen der letzten Jahre!

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.

Label: Varèse Sarabande