Was vor genau zehn Jahren im Editorial des ersten PLAYER-Heftes stand, war wohl nicht ganz richtig, denn die Leipziger hatten ab Oktober 1999 etwas, was es in der Form eben doch noch nicht gab, in keiner anderen deutschen Stadt. Ein kostenfreies Magazin, das sich mit brennendem Herzen ganz allein dem Kino verschrieben hat, ein monatliches Heft, das majoritär werbefinanziert wird und dabei trotzdem unbeirrbar kritisch berichtet. Das war im Oktober 1999 so, das blieb so in der folgenden Dekade – ja, auch während der Medienkrise in den darauffolgenden zwei Jahren! Genau so soll es nun weitergehen. Gern noch weitere zehn Jahre und unbedingt mit der gleichen Liebe zum Kino, mit großer Sympathie für die vielleicht schönste Kunstform überhaupt – den Film. Dabei schlägt das Herz aller PLAYER-Autoren vor allem für das Unberechenbare, das Neue, das Fragende, das Unterhaltsame, das Irritierende, das Schlauermachende und das ratlos Hinterlassende – für gutes Kino eben.
An dieser Stelle sei gedankt – unseren Kinopartnern und den Filmverleihern, die sich mit ihrer Treue zum PLAYER zu einem Stück Unabhängigkeit bekennen. Ein großer Dank natürlich auch an unsere Leser. Ich ganz persönlich danke meinen Autoren, die – das muß an dieser Stelle einfach mal gesagt werden – mich jeden Monat aufs Neue mit ihrer Kenntnis und Leidenschaft begeistern, mit ihrer Fabulierlust anstecken und mit mancher Offenheit überraschen. Ich bin überzeugt, daß es unseren Lesern ganz ähnlich geht. Und da ja Geburtstag ist, darf sich nun auch mal Cheffe etwas wünschen. Bleiben wir also ganz unbescheiden: einfach gute Filme – für mindestens zehn weitere Jahre.
Danke an alle, die PLAYER mögen, sagt
[ Michael Eckhardt ]