D 2017, 100 min
FSK 0
Verleih: Constantin

Genre: Kinderfilm, Abenteuer, Literaturverfilmung

Darsteller: Allegra Tinnefeld, Marinus Hohmann, Amelie Lammers, Bernadette Heerwagen

Regie: Mike Marzuk

Kinostart: 15.03.18

Noch keine Bewertung

Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier

5 x 5 = sehenswert

Kurzer Rückblick auf die Rezension zum vierten Teil: Diese stand abschließend einer möglichen Fortsetzung wohlwollend gegenüber und wünschte sich dafür mehr Ideen. Nun ... Letzteres hat weniger gut geklappt. Und eine weitere schlechte Nachricht gleich hinterher: Die bisherigen Stammdarsteller von Julian, Dick & Co., mittlerweile dem Kindesalter entwachsen, wurden neu besetzt. Was theoretisch kein Beinbruch wäre, praktisch verloren die Nachfolger im Direktvergleich allerdings neben Lebensjahren auch einiges an vormals vorhandenem Talent …

Es wird also volle Kraft drauflos gemimt, hinein in eine eigentlich wieder aufgewärmte Story, die wie gewohnt verblüffende Entdeckungen, teure Artefakte sowie fiese Böslinge in den filmischen Topf wirft. Klar, das Rezept mundet dem Publikum offensichtlich, aber wünscht(e) sich im FÜNF FREUNDE-Universum niemand je ein bißchen Handlungsvariation? Na ja, egal, Spaß macht der bekannte Eintopf trotzdem, und zwar jede Menge. Was vor allem an dann doch originellen Details liegt – wie beispielsweise der herrlich abgeranzte Milan Peschel vom Heldenquartett zum Geständnis gezwungen wird, hat wirklich respektablen Unterhaltungswert. Und dient einer Suche als wichtiger Anstoß, welche sich um das titelgebende Sauriertal dreht; dort soll irgendwo versteckt ein komplettes Urzeitechsenskelett rumstehen, quasi nur auf Entdeckung harrend, ein potentielles Freudenfest für die Wissenschaft, andererseits geradezu magnetischer Anziehungspunkt bereits erwähnter geldgeiler finsterer Gestalten.

Da geht’s knackig zu, Grabschändung als Einstieg in einen Kinderfilm ist mal was anderes, Ruby O. Fee gibt mittenmang die amüsant dauergelangweilte Gothic-Braut, kleinere Spannungsmomente treiben jüngere Zuschauer zur Kinositzkante. Größere hingegen lernen die bislang interessanteste Figur sämtlicher fünf Abenteuer kennen, Marty nämlich. Man muß eingangs das Schlimmste befürchten, darf indes schnell entspannen, weil jener oft stotternde, dazu stark autistische Züge tragende einsame Mann weder zum plumpen Betroffenheitsabziehbild gerät noch in Fettnäpfchen auf billige Lacher abzielender Witzfiguren stürzt, sondern sein extern geschnürtes Päckchen trägt: „Worte tun weh.“ Ein sinnvoller Parallelentwurf zu überkandidelten Schurken und knuffiger Niedlichkeit, für die selbstverständlich erneut Timmy sein Hundeleben riskiert.

[ Frank Blessin ] Frank mag Trash, Grenzgängerisches und Filme, in denen gar nicht viel passiert, weil menschliche Befindlichkeiten Thema sind. Russ Meyer steht deshalb fast so hoch im Kurs wie Krzysztof Kieslowski. Frank kann außerdem GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN mitsprechen und wird IM GLASKÄFIG nie vergessen ...

Lesezeichen:

Ersten Kommentar schreiben zur Rezension oder zum Film




* Pflichtfelder

Die Angabe eines Echtnamen ist nicht erforderlich: Spitznamen bzw. Nicknames sind erlaubt!

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht!

HTML nicht erlaubt.