Originaltitel: CORKY ROMANO

USA 2001, 85 min
Verleih: Buena Vista

Genre: Komödie

Darsteller: Chris Kattan, Vinessa Shaw, Peter Falk, Peter Berg

Regie: Rob Pritts

Kinostart: 24.01.02

Noch keine Bewertung

Mister Undercover

Witzige und zotige FBI-Trottelei

Nicht nur ein Millionär hat’s schwer, auch Mafia-Boss "Pops" Romano. Durch einen Herzanfall niedergestreckt und mit dem linken Fuß bereits im Knast, ersinnt er den Plan, zur Vernichtung der erdrückenden Beweise ein Mitglied des Mob beim Geheimdienst einzuschleusen. Doch wer ist der richtige Mann für diesen Job? Sein Sohn Paulie, Analphabet und angesichts eines weiblichen Wesens nicht mehr zu klarem Denken fähig? Oder Peter, latent schwul und zu Gewaltausbrüchen neigend? Da beide dem FBI bereits bekannt sind, fällt die Wahl mangels weiterer Alternativen auf den dritten Sproß der Romanoschen Lenden: Corky.

Das schwarze Schaf der Familie, schon vor Jahren verstoßen, fest davon überzeugt, sein Vater sei ein Landschaftsgestalter, dauergrinsend, herzensgut und allgemein genauso bescheuert wie sein Name. Der gefälschte Lebenslauf gerät ein klein wenig zu schmeichelhaft, und so mutiert der Naivling zum vermeintlichen Superagenten, der sogleich auf die Ergreifung des hochgradig brutalen Verbrechers "Night Vulture" abgestellt wird. Und zu allem Überfluß wäre da noch Agentin Kate Russo (Modell "mörderisch attraktiver Eisblock"), die Corky schwer den kindlichen Kopf verdreht ...

Ja, der Handlungsfaden ist dünn und mühsam gespannt. Richtig: Die Gesichtsakrobatik Chris Kattans stellt sogar Jim Carrey in den Schatten und nimmt manchmal nervige Züge an. Auch wahr, daß der Witz hin und wieder ins Eklige abgleitet. Trotzdem! Die Spielfreude des Ensembles reißt mit, die Gags sind größtenteils niedlich bis wunderbar zotig, und Peter Falk ist sowieso eine Klasse für sich (niemand röchelt cooler "Du kniest auf meinem Luftschlauch, Arschloch!").

Mithin sollten Verehrer des feinsinnig-subtilen Humors diesen Film meiden wie der Papst die Pille; wer aber heute noch VERRÜCKT NACH MARY ist, kann ruhigen Gewissens die Kinokarte lösen und einen sehr amüsanten, etwas anderen Blick hinter die Kulissen des Geheimdienstes wagen.

[ Frank Blessin ] Frank mag Trash, Grenzgängerisches und Filme, in denen gar nicht viel passiert, weil menschliche Befindlichkeiten Thema sind. Russ Meyer steht deshalb fast so hoch im Kurs wie Krzysztof Kieslowski. Frank kann außerdem GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN mitsprechen und wird IM GLASKÄFIG nie vergessen ...

Lesezeichen:

Ersten Kommentar schreiben zur Rezension oder zum Film




* Pflichtfelder

Die Angabe eines Echtnamen ist nicht erforderlich: Spitznamen bzw. Nicknames sind erlaubt!

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht!

HTML nicht erlaubt.