Originaltitel: THE JAMMED

Australien 2007, 90 min
Label: Sunfilm

Genre: Drama

Darsteller: Saskia Burmeister

Regie: Dee McLachlan

The Jammed

Das Thema ist wichtig: mehr als halbe Million Kinder und Frauen werden jedes Jahr verschleppt und gezwungen, in der Sexindustrie zu arbeiten. Darüber kann und soll man auch Filme machen. Oft aber geschieht dies recht missionarisch, so daß die Filmemacher dann schnell in der Ecke gutmenschelnder Strickpullunderträger landen. Was sicherlich ein wenig ungerecht ist, aber nur die Ambition, in Wunden zu stochern, macht nun mal noch keinen guten Film. Das weiß Jennifer Lopez seit BORDERTOWN, das weiß Marco Kreuzpaintner seit TRADE.

Dee McLachlan heftet sich an die Fersen dreier verschleppter Frauen, die in Australien anschaffen müssen, taucht ein in die Amtsstuben und in die Abgründe einer Welt aus Bleiberecht und Schutzvisum, bringt eine reuevolle Mutter auf der Suche nach ihrer verstoßenen Tochter ins Spiel und verliert in ihrem Protokoll einer großen Schweinerei schon mal den roten Faden. Wodurch das Interesse arg nachläßt. Dem TV-Look werden da beliebig ein paar Außenaufnahmen entgegengestreckt, das wirkt aufgemotzt und untermauert die Aussage einer der Frauen: "It’s A Lot, That’s Fucked Up!"

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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