Originaltitel: SURVIVAL OF THE DEAD

USA 2009, 90 min
FSK 18
Verleih: Splendid

Genre: Horror

Darsteller: Alan Van Sprang, Kenneth Welsh, Kathleen Munroe, Devon Bostick

Stab:
Regie: George A. Romero
Drehbuch: George A. Romero

Kinostart: 06.05.10

2 Bewertungen

Survival Of The Dead

Zombie-Western mit Altersschwäche

Der Zombiefilm erfreut sich nicht erst seit dem äußerst erfolgreichen ZOMBIELAND auch im Mainstream-Kino größter Beliebtheit. Ob in den 28-LATER-Filmen oder im Rahmen der RESIDENT EVIL-Reihe – die Untoten sind längst vom Nischenphänomen zum Massenvergnügen mutiert. Da läßt sich auch Zombiefilm-Urvater George A. Romero nicht lumpen und legt mit SURVIVAL OF THE DEAD nach LAND OF THE DEAD und DIARY OF THE DEAD bereits sein drittes Zombiewerk innerhalb von fünf Jahren vor. Bei aller Sympathie für den Genre-Altmeister, gerade in Anbetracht der Horrorwelle aus der Big-Budget-Ecke, muß man aber leider feststellen, daß er mit seinem neuesten Streich den schwächsten Film seiner jüngsten Reihe abliefert.

Dabei ist die Grundidee eigentlich vielsprechend: Einen Zombie-Western hat Romero im Sinne und schickt dafür eine Truppe kriegsmüder Soldaten auf eine Insel, auf der allerdings ganz im Shakespearschen Sinne etwas faul ist: Eine Fehde spaltet die Gemeinschaft der Überlebenden. Seitdem nämlich die Toten über die Erde wandeln, gibt es dort zwei Auffassungen, wie mit den morschen Wiederauferstandenen umzugehen sei. Da ist einmal Patrick O’Flynn mit seinen Mannen, der gerne kurzen Prozeß mit den hirnhungrigen Bleichgesichtern macht. Das Feindeslager führt Shamus Muldoon an, der die Toten am Leben erhalten und eine Heilung für sie finden will. Die Soldaten um Sarge Crocket stehen nun zwischen den Fronten und müssen nebenher natürlich noch reichlich aufdringliche Sterbeverweigerer wegpusten.

„Laßt die Hirnmasse spritzen“, meint man anfangs noch euphorisch, wenn Romero Splatterfans gleich in der ersten Szene genau das serviert, wonach sie lechzen. Doch mit fortschreitender Minutenzahl kommt bei der Geschichte zu oft das Brecheisen zum Einsatz (figurativ gesprochen), was nicht weiter wild wäre, wenn nur die Schockeffekte etwas besser säßen und die Bilder und Darsteller groß genug für die Leinwand wären.

Aber hier machen wohl das niedrige Budget und vielleicht auch das fortgeschrittene Alter des Regisseurs dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Für Genrefans ist Romeros Western-Versuch wohl dennoch ein Muß. Alle, die nicht mit dem Werk des Horrormeisters vertraut sind, sollten sich dem Œuvre jedoch besser anhand der Frühwerke nähern.

[ Paul Salisbury ] Paul mag vor allem Filme, die von einem Genre ausgehen und bei etwas Neuem ankommen. Dabei steht er vor allem auf Gangsterfilme, Western, Satire und Thriller, gern aus der Hand von Billy Wilder, Sam Peckinpah, Steven Soderbergh, Jim Jarmusch, den Coen-Brüdern oder Paul Thomas Anderson. Zu Pauls All-Time-Favs gehören DIE GLORREICHEN SIEBEN, TAXI DRIVER, ASPHALT COWBOY, SUNSET BOULEVARD, POINT BLANK ...

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