Originaltitel: OPEN CAM

USA 2005, 101 min
Label: Pro Fun

Genre: Drama, Erotik, Schwul-Lesbisch

Darsteller: Andrew Thomas, Ben Green

Regie: Robert Gaston

Cam Chat

So viel vorweg: wer Porno sehen will, sollte sich gleich einen richtigen besorgen. CAM CHAT spielt mit Versatzstücken der Blue Movies, bleibt dabei nervig verklemmt und vertut zudem die Chance, sich doch mal kritisch mit dem Gayromeo-Suchtpotential auseinanderzusetzen. All das für einen ziemlich blöd erzählten Krimi ...

Manny chattet wie das Böse, er ist ja Single, trifft sich kurz zum Poppen oder wichst eben vor der laufenden Kamera. Alles okay, bis eines Tages ein Chatpartner superfies abgeschlachtet wird - online. Klingt trashig? Ist es auch irgendwie: das geht schon los, daß man alle Mikros dieser Welt sieht, wenn das gefilmte Auto nur ein wenig wackelt, das setzt sich darin fort, daß selbst die Bullen schwul und dauerjuckig sind und ständig Dorftechno im Hintergrund dudelt. All das ist auch noch gnadenlos humorfrei erzählt. Im Gegenteil: wenn in diesem piefigen Stück die durchtrainierten Jungs mal wirklich ficken, ziehen sie dabei Gesichter, als wäre es die furchtbarste Sache der Welt. Eine Fußnägel kräuselnde Tonabmischung gibt dieser Flatrate-Oper noch den Dolchstoß. Film-Fazit: lieber kein DSL und mal wieder unter Menschen gehen ...

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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