Originaltitel: COLORS

USA 1988, 117 min
Label: Capelight

Genre: Cop, Thriller

Darsteller: Robert Duvall, Sean Penn

Regie: Dennis Hopper

Colors

Sie könnten kaum verschiedener sein: Bob, der alte Hase bei der Polizei, regelt die Dinge mit Ruhe, hingegen der eitle Heißsporn Danny durchgreifen will, dabei die Grenze zur Gewalt regelmäßig überschreitet. Beide haben in gewisser Weise recht, L.A. ist kaum in den Griff zu kriegen – Ende der 80er gibt es 600 Gangs mit 70.000 Mitgliedern. Es herrscht Krieg.

Dennis Hopper ist am Genre gelegen, sein Film bleibt trotzdem unentschieden: kein echtes Gangsterdrama, kein wahrer Polizeifilm, das Potential zu beidem hätte er gehabt. Stattdessen verliert sich Hopper in blassen BEAT STREET-Nachahmungen, es kommt gar Feuertonnenromantik auf, die Gewaltszenen wirken eher willkürlich als zwingend. Hopper hat Probleme, dem Film einen eigenen Rhythmus zu verleihen, vieles wirkt sprunghaft, manches bemüht, wozu auch das ewige Gangstergewinsel „Es mi Barrio“ gehört, der mündige Zuschauer hat das beim ersten Mal schon verstanden. Und die zarte Liebesgeschichte zwischen dem jungen Cop und einer Kellnerin – verschenkt! COLORS ist extrem in den 80ern verankert, darüber hinaus nicht besonders gut gealtert, an den Darstellern liegt es nicht: Der immer gute Robert Duvall ist stark, und der noch junge Sean Penn zeigt bereits, welches Talent in ihm steckt.

[ Michel Eckhardt ]

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