Originaltitel: KIKUJIRO NO NATSU

J 1999, 112 min
Label: Capelight

Genre: Roadmovie, Komödie, Poesie

Darsteller: Beat Takeshi, Yusuke Sekiguchi

Regie: Takeshi Kitano

Kikujiros Sommer

So geht man mit Repertoire und Filmerbe um: Capelight verpackt dieses Juwel der Filmkunst in ein edles Gewand als Mediabook mit DVD, Blu-ray, einem extra Film von Meister Kitano und der CD mit dem hinreißenden Soundtrack von Joe Hisaishi. Eine Wertschätzung, die Kitanos wohl zärtlichster Film verdient. Er selbst spielt den Titelhelden, ein Grantler, Schlitzohr, rotzfrech, dreist und manchmal ein richtiges Arschloch, das sich erst wandelt, als er mit dem 8jährigen Masao aufbricht, um dessen Mutter zu suchen. Ein dicklicher, auf sich gestellter Träumer und der grobschlächtige, aber auch furchtlose, für den seltsamen Bund kampfesbereite Trampel – es ist tatsächlich ein Traumpaar fürs Kino, das sich Kitano erdachte. Masaos wildester Sommer führt ihn in die Abgründe von Glückswetten und fast in die Hände eines Sittenstrolchs. Die Zwei klauen Taxis, setzen Autos in den Graben, veranstalten Seefasching mit schwulen Bikern …

Kitano erzählt skurri bis albern, slapstickhaft bis bekloppt, aber eben immer mit Zuneigung für seine eigenwilligen Figuren. Und einen vorgreifenden Verweis auf Kitanos Meisterwerk ZATOICHI – DER BLINDE SAMURAI kann man auch entdecken …

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.

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