Hollow Man (2000)

Jerry Goldsmith

Paul Verhoeven vertraut seine Filme seit einigen Jahren ausschließlich zwei Komponisten an. Basil Poledouris oder Jerry Goldsmith. Nachdem Poledouris für STARSHIP TROOPERS vom Regisseur vereinnahmt wurde (der Komponist mußte währenddessen jedes andere Angebot ausschlagen) und in völliger Abgeschiedenheit seine bis dato beste Action-Partitur komponierte, ist die Reihe nun wieder an Jerry Goldsmith. Der findet hingegen keine neuen Töne.

Für HOLLOW MAN zieht der Altmeister rhythmische, elektronische und harmonische Register, die zwar effektvoll sind, aber seinen Scores zu Verhoevens TOTAL RECALL und BASIC INSTINCT schon eigen waren. Diese beiden hatten allerdings höhepunktartigen Charakter, den man bei HOLLOW MAN vergeblich sucht. Goldsmith malt mit zu grobem Pinsel und zu dicken Farben. Der Musik fehlt die Tiefe, die Spannung erzeugende Mehrdeutigkeit. Eindeutig und direkt dient sie dem Film - durch funktionale Transparenz, die wie eine Reminiszenz an den Zustand des Hauptdarstellers erscheint.

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.

Label: Varèse Sarabande