Beklemmendes und zunehmend dunkles Spannungskino.
[ 04.06.2026 ] Tom Tykwer nutzte die ausgelassene Stimmung an der Croisette, um im Rahmen des Filmfestivals in Cannes mit vier weiteren deutschen Filmemachern im Schlepp Neues von der heimischen Filmfront zu verkünden und nannte das ganze „Dogma 25 Germany.“ Nun, so neu ist diese Art eines Kompendiums mit zehn Regeln unkomplizierten Filmemachens nun auch wieder nicht, schließlich verbeugt man sich offenkundig schon im Namen vor der legendären „Dogma 95“-Bewegung, die tatsächlich großartige Filme von Lars von Trier, Lone Scherfig, Søren Kragh-Jacobsen, Susanne Bier und Thomas Vinterberg entstehen ließ.
Auch Tykwer & Co wollen beweglicher werden, schneller und bürokratiefreier Filme drehen, was ich generell schon mal gut finde, umginge man damit dem ewigen Reingequatsche der Sender-Redakteure des ÖRR, die ja schon meist fördertechnisch bei so ziemlich jeder deutschen Produktion an Bord sind. Nun, ganz ohne Förderung geht es auch in diesem Fall nicht, die Hamburger Filmförderung MOIN stellte mehr oder weniger bedingungslos schon mal Geld zur Verfügung, auch wenn man dort nicht weiß, wofür genau es ausgegeben werden soll. Ganz schön wild alles. Daß man sich bei einer Bekanntmachung im Jahr 2026 mindestens eine begriffliche Verspätung mit dem Namen „Dogma 25“ leistet – geschenkt.
Bauchhaltend komisch indes liest sich das, es nennt sich wirklich so, Keuschheitsgelübde der fünf Filmemacher, von denen jeder innerhalb von 12 Monaten einen Film fertigstellen soll. Es beginnt fetischhaft mit „Ich schwöre, mich den folgenden Regeln zu unterwerfen ...“ und klingt damit schon mal alles andere als frei. Aber gut, einfach mal ein paar Auszüge aus dem strengen Regelwerk:
„Das Drehbuch wird original und handschriftlich verfaßt!“ Muß man wohl nicht verstehen, mir wäre eine runde und interessante Geschichte wichtiger als Schönschrift.
„Mindestens die Hälfte des Films muß ohne Dialog auskommen!“ Bin ich beim aktuell arg verquatschten Kino sofort dabei!
Und noch zwei Punkte zusammengerafft:
„Wir dürfen kein Make-Up verwenden ... Der Film muß dort gedreht werden, wo die Handlung spielt!“ Die Dogmatiker befürchten, daß „Film als Kunstform künstlich und generisch wird, wenn wir einen Ort in einem falschen Licht darstellen.“ Tja, da bin ich als Kunst-, Licht- und Kinoliebhaber schon mal raus, und das sollte man überhaupt mal einem echten Könner und Ästheten wie Pedro Almodóvar unter die Nase reiben ...
An sich ist das Vorhaben kein so schlechter Ansatz, aber ein Großteil des Gelübdes liest sich wie das rotbäckig verfaßte Manifest einer Film-AG im Vorschulalter. Dabei finde ich es ja generell gut, daß man auch Kino neu denkt, in wirtschaftlich klammen Zeiten sowieso. Putzig find ich jedoch, daß ausgerechnet Tom Tykwer, der eben auch erzählerisch seit Jahren eher klamm daherkommt, treibend für diese Idee reduzierten Filmemachens war. Aber so richtig überrascht mich es dann doch nicht, Tykwer fällt ja auch immer wieder als großer Moralist auf, und diesen findet man dann unter Punkt 8 des Gelübdes wunderbar wieder: „Alles, was mit der Produktion des Films zu tun hat, muß gemietet, ausgeliehen, gefunden oder wiederverwendet werden. Wir verpflichten uns, Filme mit bereits existierenden Gegenständen zu drehen und lehnen die ahistorische und selbstzerstörerische Kultur des Konsums ab.“ Gerade auf den letzten Halbsatz muß man nüchtern erst mal kommen ...
Tykwer und sein Troß beschreiben ihr Ansinnen auch als Abenteuer, als „Reise ins Ungewisse“ – und genau davor fürchte ich mich als das deutsche Kino häufig Verteidigender tatsächlich am meisten. „Dogma 25 Germany“ soll im übrigens an eine „Dogma 25 Dänemark“-Initiative anknüpfen, die ebenfalls unter Palmen genau vor einem Jahr angekündigt wurde. Und von der seitdem nichts wieder zu hören war ...
Auch wenn ich offenbleiben will, für das, was womöglich nun entsteht, überwiegen im Moment die Zweifel. Da aber bekanntermaßen die Hoffnung als letzte von Bord geht, amüsiert mich mindestens der Abschluß der neuen Dogma-Regeln: „Mach diesen Film, als wäre es dein Letzter.“
Toll erzählte und handwerklich perfekte Kinoerlebnisse wünscht
[ Michael Eckhardt ]
[ 04.06.2026 ] am 6.+7.6. gibt’s im cineplex nochmals spaceballs
in der of sind am 6.+7.6. im cineplex erneut the mandalorian & grogu am start
das regina bietet der teufel trägt prada 2 am 6.6. als strick-kino
[ 03.06.2026 ] im cineplex gruselt am 5.6. wieder eine horror-sneak
[ 02.06.2026 ] scary movie offeriert das cineplex am 4.6. als of
das regieduo präsentiert am 4.6. in der passage born to fake, zu nulpen sind hauptdarstellerin und editor zu gast
In dieser Woche startet im Verleih von Happy Entertainment die Christian-Clavier-Komödie AB DURCH DIE MITTE in den Kinos. Im Film spielt eine Ledertasche eine bedeutende Rolle und gemeinsam verlosen wir eine hochwertige Tasche aus dem Hause „Stilord“, daher: „Die Aktentasche „Yves“ von STILORD verbindet zeitloses Vintage-Design mit durchdachter Organisation für Büro und Business. Gefertigt aus hochwertigem Rindsleder, bietet sie Platz für Laptop, Akten und persönliche Essentials. Das robuste Echtleder entwickelt mit der Zeit eine individuelle Patina und macht jede Tasche einzigartig.“ www.stilord.de/businesstasche/aktentasche
Ebenfalls in dieser Woche startet MASTERS OF THE UNIVERSE. Gemeinsam mit Sony verlosen wir dazu drei Fanpakete – bestehend aus Freikarten, Laptop-Aufkleber und T-Shirt.
Und unter den schnellsten Gewinnspielteilnehmer verlosen wir 3 x 2 Freikarten inkl. Jutebeutel zu GERMAINE ACOGNY, der in dieser Woche in Leipzig startet.
Zum Gewinnspiel »
Letzte Woche fragten wir nach dem Titel der Komödie, mit dem VERFLUCHT NORMAL-Regisseur Kirk Jones bereits vor knapp 30 Jahren ein toller Überraschungshit gelang. Richtig war LANG LEBE NED DEVINE.
Christian Clavier wieder mal cholerisch.
… schaut einfach Menschen zu.
Antworten müssen her!
… widmet ihr Leben dem Tanz.
Beklemmendes und zunehmend dunkles Spannungskino.
Vom Niedriglohn leben.
… sind dem Guten zugetan.
Es wird wieder verulkt.
Zwei tolle Mimen reißen es nicht raus.
Im Zirkus der Traumata.
[ 01.06.2026 ] am 3.6. kämpfen sich masters of the universe durch eine preview im cineplex, im saal nebenan flimmert scary movie
[ 31.05.2026 ] glennkill: ein schafskrimi wird am 2.6. im regina erneut in der of erzählt
spaceballs ist am 2.6. in cineplex und regina (hier auch als of) beim best of cinema zu sehen
[ 30.05.2026 ] beim luru archive gibt’s am 1.6. eine „35mm-doppel-sneak“
in der of sind am 1.6. im regina erneut the mandalorian & grogu am start
zu das sams bekommt am 1.6. jedes kind ein mini-popcorn oder ein kleines eis gratis zur kinokarte, die schauburg reicht ebenfalls gratis popcorn zu die schule der magischen tiere 4, der eintrittspreis beträgt 5 euro pro person
zu los sueños que compartimos begrüßt die kinobar am 1.6. erneut aktivisten aus lützerath
am 1.6. findet in der kinobar erneut ein tag ohne frauen statt
[ 29.05.2026 ] in der of agiert das regina am 31.5. verflucht normal
am 31.5. wird beim sonntagsfilm um 5 the history of sound beleuchtet
am 31.5. geht eine passage-preview ab durch die mitte
[ 28.05.2026 ] am 30.+31.5. offeriert das cineplex the mandalorian & grogu wieder als of
[ 28.05.2026 ] Sie sind Fan von Sandra Hüller und freuen sich daher schon auf deren Mitwirkung an INGEBORG BACHMANN? Sie haben LOL aus dem Jahr 2009 noch in bester Erinnerung und fiebern daher der längst überfälligen Fortsetzung LOL 2.0 entgegen? Sie mögen einfach hochspannendes und dabei unbequemes Kino und sind daher auf Jan Komasas neuesten Film GOOD BOY gespannt? Da Sie Literaturverfilmungen schätzen, sind Sie bereits neugierig auf den prominent besetzten Film VIRGINIA WOOLF’S NIGHT & DAY? Als Anhänger Alexandra Lamys erwarten Sie deren zwei Sommerfilme DIE CAMINO-THERAPIE und CHÉRI, ICH KOMME! schon mit Vorfreude? Sie haben die großartigen Altstars Dustin Hoffman und Glenn Close im Kino vermißt und freuen sich daher schon auf deren Mitwirkung in THE PIANO TUNER beziehungsweise DAS SOMMERBUCH? Da Sie gut gemachte Dokumentarfilme schätzen, sind Sie bereits auf BÄRBEL BOHLEY gespannt? Sie haben die John-Carney-Klassiker ONCE und SING STREET noch in allerbester Erinnerung und erwarten daher Carneys aktuelle Arbeit POWER BALLAD mit reichlich Vorfreude? Und wenn Sie sonst noch wissen wollen, was alles in den Leipziger Kinos in den kommenden acht Wochen geboten wird, dann sollten Sie sich den Juni-Juli-PLAYER schnappen, der ab Montag wieder überall dort ausliegt, wo es schön ist ...
Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]
[ 27.05.2026 ] am 29.5. wird mommy in der passage psychoanalytisch betrachtet
[ 26.05.2026 ] salonika – a city with amnesia bereist das luru am 28.5.
als „kino et vino“ mit weinprobe, aperitif und häppchen zeigt das cineplex am 28.5. master cheng in pohjanjoki
am 28.5. begleitet die kinobar nochmals segeljungs
[ 25.05.2026 ] glennkill: ein schafskrimi wird am 27.5. im regina nochmals in der of erzählt
am 27.5. errichtet der passage-queerBlick mauern aus sand
am 27.5. zeigt das cineplex solo mio bei seiner emotions preview
song sung blue setzt am 27.5. das kinokränzchen im cineplex fort
stolz & eigensinn beweist am 27.5. erneut die kinobar
[ 24.05.2026 ] den animeklassiker perfect blue holen cineplex, passage und regina am 26.5. auf die leinwand zurück
zu los sueños que compartimos begrüßt die kinobar am 26.5. aktivisten aus lützerath
[ 23.05.2026 ] zum wgt präsentiert das luru archive am 25.5. eine kombi aus in den krallen des hexenjägers + nachts, wenn die zombies schreien
in der of sind am 25.5. im regina the mandalorian & grogu am start
fritz langs klassiker metropolis ist am 25.5. in der passage zu sehen
zu dancer in the dark gewährt die passage wgt-besuchern mit gültigem bändchen am 25.5. freien eintritt
[ 22.05.2026 ] das regina bittet am 24.5. zu in the grey als of
der sonntagsfilm um 5 des regina heißt am 24.5. les misérables
mit einführung und gespräch widmet sich die passage am 24.5. dem wundervollen frauenpowerfilm grüne tomaten
das „kurzfilmprogramm: shorts attack – cannes competition shorts“ offeriert die kinobar am 24.5.
[ 21.05.2026 ] die legende von paul und paula ist am 23.+24.5. im luru zu vernehmen
im ukrainischen omeu spielt das cineplex am 23.5. den actionfilm on drive
zur lesung „our darkness – gruftis und waver in der ddr“ bittet die kinobar am 23.5.
[ 21.05.2026 ] Ja, sehr frei nach Kafka. Aber: Ich liebe Komödien. Manche Leser des PLAYER wissen das vielleicht, ich verneige mich immer wieder vor der Königsdisziplin des Kinos. Nun ist Komödie eben wirklich nicht leicht und daher leider selten geworden, die Könner sterben wohl aus, manche sind dem Zeitgeist auf den Leim gegangen, und andere wie Woody Allen mit über 90 vermutlich doch schon ganz schön alt. Im Kino wird tatsächlich seltener gelacht.
Jedoch im echten Leben, tief im Fundus „unserer Demokratie“ läßt sich indes reichlich Material zum Weghauen und Niederknien, zum Bauchhalten und Lachtränenwischen ausmachen. Ganz kleine Auswahl gefällig? Ausgerechnet der MDR mit dem gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der Schlagseitenmediengruppe Madsack und den üblichen Stiftungen und Verbänden inklusive dem Deutschen Journalistenverband im Schlepp initiierte kürzlich einen „Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien“ ... Mir tut jetzt noch der Bauch weh.
Noch einer? Die WHO, die uns weitsichtig und wirklichkeitsnah schon durch so manche Pandemie manövriert hat, verteufelte kürzlich doch wirklich jeden einzelnen Tropfen Alkohol. Natürlich nicht im allzeit bereiten Desinfektionsmittelspender, nein, im Glas des Genießers! Es geht der WHO partout nicht ums Saufen, es geht ums Überhaupt. Hab’ ich mir doch gleich einen eingeschenkt ... und mich schmunzelnd an den wunderbaren Komödienklassiker SIDEWAYS erinnert.
Und dann las ich, daß unsere Umwelt-Greta nach ihrer kleinkindhaften „How Dare You?“ Heulattacke und dem Segeln unter anti-israelischer Flagge jetzt sogar in einen Sexskandal auf einem dieser Aktivistenboote verwickelt sei ... Da fragt man sich wirklich nur noch kichernd: Wer macht denn so was?
Mit Verlaub: Auch, wenn zu jeder echten Komödie eine Prise Bitterkeit gehört, im echten Leben ist derzeit zu viel davon. Kommt, lachen wir sie einfach weg! Im Kino. Wäre doch toll. Aber wie gesagt, nicht ganz so einfach. Obwohl ... Es kommen wunderbare Komödien und Tragikomödien in den nächsten Wochen auf die Leinwand. Aktuell gelingt das am besten bei GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI, ein waschechter Kinohit im übrigen, und bereits am nächsten Donnerstag steigt das komische Stück TICKET INS LEBEN in den Ring, für mindestens gute Unterhaltung ist gesorgt, versprochen! Und das tragikomische Meisterwerk VERFLUCHT NORMAL, ebenfalls ab nächsten Donnerstag in den Kinos, muß unbedingt noch einmal erwähnt werden. Wobei: Alle, die über Tourette nicht lachen wollen und können, denen der mitleidvolle Blick wichtiger als eine neue Lachfalte ist, die müssen nicht in den Film gehen, die dürfen ihn ruhig verpassen. Darauf dann aber ein lautes „Ätsch!“
Komische Ablenkung im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]
[ 20.05.2026 ] das filmteam von songs for joy ist am 22.5. im luru zu gast
im cineplex gruselt am 22.5. wieder eine horror-sneak
do you love me eröffnet am 22.5. auf der spinnerei die sommerkinosaison, die feinkost zieht am 24.5. mit michael nach
[ 19.05.2026 ] das horror-doppel mit donis koppelt am 21.5. im luru the rule of jenny pen + forbidden floor
in der kinowoche ab 21.5. spielt das cineplex the mandalorian & grogu mehrfach als of
[ 18.05.2026 ] mit einführung ist am 20.5. in der passage between the temples in der of am start
the mandalorian & grogu vollziehen am 20.5. einen vorstart in cineplex (hier auch als of) und regina
[ 17.05.2026 ] der astronaut ist am 19.5. im regina weiterhin in der of am start
bei eintritt auf spendenbasis holt das luru one hour photo am 19.5. auf die leinwand zurück
das regina bittet am 19.5. zu was bleibt: die toten hosen – das letzte album
[ 16.05.2026 ] das luru archive bittet am 18.5. zu königstiger vor el alamein + stukas über london
nürnberg offeriert das regina am 18.5. nochmals als of
[ 15.05.2026 ] die legende des wüstenkindes erzählen am 17.5. previews in cineplex und regina
glennkill: ein schafskrimi wird am 17.5. im regina in der of erzählt
am 17.5. heißt der sonntagsfilm um 5 des regina pillion
10 dinge, die ich an dir hasse zählt am 17.5. das strick-kino in der passage auf
die passage spielt am 17.5. zum internationalen museumstag loving vincent
zum intersex awareness day holt am 17.5. die kinobar wo/men auf die leinwand zurück
[ 14.05.2026 ] die regisseurin von innere emigranten ist am 16.5. in der passage zu gast
[ 14.05.2026 ] Kürzlich las ich von einer weiteren Verfilmung eines weiteren Bestsellers von Hape Kerkeling. Was bis vor wenigen Jahren bei mir noch pure Freude auslöste, nahm ich nun eher mit einem Seufzen zur Kenntnis. Das hat weniger mit dem tatsächlichen Können des einstigen Vollblutkomikers zu tun, sondern mit einem Muster. Seinem Muster. Denn man kann die Uhr danach stellen – immer, wenn es gilt, ein neues Buch zu verkaufen, einen neuen Film zu bewerben, schlägt Kerkeling mit einem auf seinen mittlerweile recht prächtigen Leib geschnallten Bauchladen voller Gratismut auf, um sich über die Zustände des Landes oder ganz persönliche Diskriminierungserfahrungen auszubreiten.
Wenn er kürzlich im Rahmen seiner Promo-Auftritte für die Kinostarts von EXTRAWURST und HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK die zunehmende Feindseligkeit gegen Schwule in Deutschland oder Italien beklagte, dann hatte der aktuell omnipräsente Komiker im Prinzip recht damit, nur sollte er dann auch klar benennen, daß der Großteil homophober Gewalt in unserem Land vom migrantischen und eben nicht, wie er behauptet, „Nazi-Milieu“ ausgeht. Ehrlichkeit gehört zur Wahrheit. Daß Hape die AfD saudoof findet, geht in einer Demokratie doch völlig in Ordnung, daß er allerdings warnt, daß in Deutschland eine Demokratiegefährdung stattfindet und er dann das Verbot eben jener von ihm so verhaßten, aber noch immer demokratisch gewählten Partei als unerläßlich findet, zeigt beinahe schizophrene Züge.
Genau so, als Hape, der Friedenswillige, eine Lobrede im Rahmen der Verleihung der Josef-Neuberger-Medaille ausgerechnet auf die allen möglichen Schlachtfeldern gewiß nicht abgeneigte FDP-Frau Marie-Agnes-Strack-Zimmermann hielt und der Dame, die nur zu gern kritische Wähler bis zur Unmündigkeit anbrüllt, ein 1A-Zeugnis ausstellte und „ihr Engagement, ihre Arbeit, ihre Menschlichkeit und ihren Einsatz für eine offene und tolerante Gesellschaft" abfeierte.
Unangenehm fand ich auch im Zuge der Bewerbung von HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK wie Kerkeling freimütig das aktuelle Elend auf den Straßen des Landes und die Verrohung der Gesellschaft oder die Zunahme von Obdachlosigkeit beklagte – freundliche Empfehlung an die betuchte Frohnatur: weniger quatschen, dafür aktiv helfen und unterstützen. Nur verkauft sich derart leise eben kein einziges Kinoticket, kein neues Buch. Ich glaube ganz ehrlich, einem Typen wie Bully Herbig käme derartiger Lärm und solche Gefallsucht nicht in den Sinn, der macht einfach. Und bleibt witzig und belehrt nicht. Und ist auch nach Jahrzehnten noch gut in seinem Fach. Aber vielleicht vermisse ich auch einfach nur Hannilein ...
Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]
[ 13.05.2026 ] das cineplex bittet vom 15.-17.5. wieder zu der teufel trägt prada 2 in ukrainischer fassung
zu „enhypen: immersion in cinemas“ bittet am 15.5. das cineplex
[ 12.05.2026 ] in der kinowoche ab 14.5. spielt das cineplex glennkill: ein schafskrimi mehrfach in der of
[ 11.05.2026 ] am 13.5. weiß das luru: der tod kennt keine wiederkehr
zu der verlorene mann besuchen am 13.5. regisseur welf reinhart sowie das hauptdarstellerduo dagmar manzel und harald krassnitzer die passage
ein top gun-doppel präsentiert das cineplex am 13.5.
auf reisen geht’s am 13.5. im cineplex mit expedition niger – pures afrika
am 13.5. begleitet die kinobar segeljungs
[ 10.05.2026 ] das cineplex bittet am 12.5. wieder zu der teufel trägt prada 2 in ukrainischer fassung
das regina präsentiert der teufel trägt prada 2 am 12.5. erneut in der of
mitgefühl beweist die passage nochmals am 12.5.
[ 09.05.2026 ] das luru archive kombiniert am 11.5. die beiden umberto-lenzi-abenteuerfilme sandokan + im tempel der weißen elefanten
in der of ist am 11.5. im regina nürnberg am start
am 11.5. findet in der kinobar erneut ein tag ohne frauen statt
[ 08.05.2026 ] die passage begrüßt am 10.5. den regisseur von niñxs
glennkill: ein schafskrimi gibt’s am 10.5. in cineplex und regina bei previews
meine freundin conni – abenteuer mit kranich klaus interessiert die kleinen am 10.5. im rahmen von previews in cineplex und passage
fans des strick-kinos treffen sich am 10.5. im cineplex zu der teufel trägt prada 2
das regina offeriert mortal kombat II am 10.5. als of
der sonntagsfilm um 5 verschickt am 10.5. im regina gelbe briefe
[ 07.05.2026 ] als ukrainische fassung spielt am 9.5. das cineplex der teufel trägt prada 2
das regina bietet michael am 9.5. als strick-kino
zu rose zeigt die kinobar am 9.5. einen videomitschnitt der podiumsdiskussion von der leipzig-premiere am 27.04.2026
[ 07.05.2026 ] Ich wollte diesen Film unbedingt mögen. Weil ich Teil 1 amüsant und frech fand. Ziemlich originell und bissig ebenso. Ist zwar 20 Jahre her, aber ich erinnere Gelächter im Kino, im Nachgang das Zitieren der fiesesten Sprüche von Miranda Priestly, und es war einfach toll, daß es der großen Meryl Streep so locker gelang, bürgerliches Arthouse-Publikum und klassische Popcorn-Tempel-Besucher vereint zu begeistern. Sie tat in Ausübung ihrer großen Kunst eben genau das, was Kino einfach können muß.
Der zweite Teil der Modebusiness-Satire jedoch kann insgesamt wenig. Besonders neu ist die Geschichte über allerlei Entwicklungen im (Mode-)Journalismus ja sowieso nicht, doch daß sich schnurstracks pure Langeweile einstellte beim Kinobesuch, das kam dann doch überraschend. Die Stille im Kino übrigens auch. Gut, es gab ein, zwei schlankere Gags, die wurden dann auch tatsächlich von denen mild bekichert, denen Film über gewahr blieb, daß sie dafür ja schließlich auch bezahlt hatten.
Mein Herz schlägt bekanntermaßen auch für reines Unterhaltungskino, und pure Unterhaltung hatte ich mir von der Fortsetzung versprochen. Indes fühlte ich mich so gar nicht unterhalten, dafür eben derart schwer gelangweilt, daß ich Gelegenheit hatte, auf Dinge zu achten, die ich ansonsten eher durchwinken würde. Es gab einige schmerzliche Anschlußfehler, dazu amateurhafte Gegenschuß-Patzer, denn noch nicht einmal den reibungslosen Einsatz vom mittlerweile unverzichtbaren Product Placement hatten die Macher drauf. Dazu wurden die kammerspielartigen Büroaufnahmen rabiat mit Außenszenen verschnitten, ständig huschten die Figuren hektisch durchs Bild, und über all dem wurde eine Musiksoße gekleistert, daß man sich insgesamt Augen und Ohren rieb. Der Film geriet lustlos bis schlampig. Und ziemlich witzfrei, denn alle darin nehmen sich und ihr Business derart bierernst, daß man fast das Gefühl bekam, es ginge tatsächlich um alles!
Es bleibt außerdem ein Rätsel, warum man ausgerechnet einen gar nicht so knappen Gastauftritt der wunderbaren Sydney Sweeney im Schneideraum verschwinden ließ, dafür aber eine irgendwie zusammenhangslose Gesangsdarbietung von Lady Gaga implementierte. Darüber hinaus gibt es in dem Werk kurioserweise kaum stilprägende Mode zu sehen, man hatte der Fortsetzung so ziemlich jeden Glamour ausgebürstet! Dafür hielt dann Heidi Klum für ein Sekündchen ihren Kopf ins Bild ...
Erweckendere Erlebnisse im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]
[ 06.05.2026 ] das ungesagte thematisiert am 8.5. wieder die kinobar
[ 05.05.2026 ] nürnberg widmet sich das cineplex am 7.5. in der of
zu girls don’t cry bietet die passage am 7.5. ein expertengespräch