• Kinotipp der Woche

Junge Mütter

Drama | Belgien/F 2025 | Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne

... von den Dardenne-Brüdern begleitet.

Kino in Leipzig: Aktuelle News und Tipps zum Kinoprogramm

  • News

Grauer Himmel über Berlin

[ 05.03.2026 ] Da wurden sie alle noch einmal wach. Und die Fingerchen dabei nicht müde, noch und noch ein Unterstützungsschreiben wurde aufgesetzt, im Zuge des propalästinensischen Zirkus auf der Berlinale bekamen die Gesinnungsschriftführer rote Bäckchen, man hatte das Gefühl, mit Tricia Tuttle, der nun doch noch amtierenden Berlinale-Intendantin, stünde geradezu eine unverzichtbare, übermenschliche Lichtgestalt dem Festival vor. Da hätte man gern auch mal Branchenvertreter aus Kino- und Verleihwirtschaft befragen können, da fiele das Resümee zu Tuttles bisherigen Errungenschaften deutlich nüchterner aus. Es waren die üblichen Haltungszeigenden, die sich lautstark in eine ideologisch aufgeheizte Debatte einmischten und bereits im vorletzten Jahr dafür sorgten, daß demokratisch gewählten Volksvertretern die protokollarisch verbriefte Gästekarte zur Berlinale wieder weggenommen wurden, weil sie sich in einer Partei engagieren, die anderen nicht ins eingeschränkte Verständnis von „unserer Demokratie“ paßt.

Ich möchte auf den herzpochenden Schreibstil all dieser Unterstützungsschreiben nicht weiter eingehen, das ist alles bestens dokumentiert. Was jedoch von so ziemlich allen Tuttle-Fans verschwiegen wurde, ist, daß das Problem nicht allein die ohne jedes beherzte Einschreiten geduldeten und nicht einmal im direkten Nachgang verurteilten antisemitischen Haßpredigen von Preisträger Abdallah Alkhatib auf offener Berlinale-Bühne sind, sondern, daß Tuttle wort- und tatenbrüchig wurde, indem sie zuerst angemessen auf das kleinkindhafte Mahnschreiben von Tilda Swinton & Co. reagierte, um sich dann aber ausgerechnet vom Filmteam Alkhatibs für ein gemeinsames Foto in wallender Pali-Tücherflut in Szene setzen ließ. Das ist alles nicht verboten, natürlich nicht, aber mindestens der berühmte fehlende Instinkt verrät eben jede gerade noch so herzlich vorgetäuschte Entschlossenheit.

In allem Ernst und aller Einseitigkeit las sich so mancher Empörungsausbruch unserer Filmelite dennoch beinahe witzig. Als Kulturminister Wolfram Weimer, der nun wahrlich nicht frei von Fehlern ist, aber zu Recht anregte, man sollte über die Neuausrichtung der Berlinale inklusive der Intendanz dringend reden, fummelte die dauerempörte Jella Haase ein arg abgegriffenes Hämmerchen aus ihrem feministischen Werkzeugkasten: „Extrem patriarchaler, aggressiver Akt, unglaublich.“ Auch der GELBE BRIEFE-Preisträger Ilker Çatak sprang Tuttle zur Seite und attestierte der Intendantin zu ihrer Verteidigung eher unwichtige Eigenschaften wie Grazie und – natürlich – Haltung, die wutschnaubende Anti-Israel-Deutschland-Rede seines Kollegen, so nannte er ihn kumpelhaft, Alkhatib fiel nach Çataks Einschätzung unter unbedingt schützenswerte Meinungsfreiheit. Da krieg dann selbst ich leichte Beklemmungen, wenn einer auf der Bühne unverhohlen all jenen, die nicht an der Seite Palästinas stünden, drohte, man würde niemanden vergessen ... Letztlich könnte man dieses Gebaren solcher Antizionisten wegschmunzeln, da die Krawall-Aktivisten auf der Bühne noch nicht einmal wußten, wie man eine Fahne richtig herum hält ...

Im übrigen: Daß die erwähnten Briefeschreiber so stark auf Meinungsfreiheit setzen, ist richtig und trotzdem bigott, weil sie genau dieses Grundrecht all den Leuten, die sich eine andere Meinung erlauben, nicht zugestehen. Der von mir geschätzte Philosoph Alexander Grau erkannte im „Cicero“ treffend, daß die Probleme tiefer als „nur“ in Form eines um sich greifenden Antisemitismus liegen, er warf dem „sumpfartigen Kulturbetrieb weitgehende Verwahrlosung“ vor. Und auch sein etwas lautstärkerer Kollege Ulf Poschardt von der „Welt“ beschreibt dieses Empörungsritual auf den Punkt: „Offene Briefe zeigen – so tickt der Kulturbetrieb. Dahinter versammeln sich meistens jene Pfeifen, die Kunst und Kultur nur noch für einen saturierten, wohlstandsverwahrlosten Spießerbetrieb veranstalten.“

Die Berlinale will so weltoffen und modern sein, ist dabei in dieser Debattenverkrampfung eher fortschrittsfeindlich, als hätten sich Kino und die ganze Welt nicht weitergedreht, sie sorgt sich einfach zu verbissen darum, unbedingt ein „politisches Festival“ sein zu wollen. Darum hat jedoch hat keiner gebeten, es sollte, so sehe ich das, allein um das Aufzeigen besten Filmschaffens der Welt gehen. Das können durchaus auch palästinensische oder israelische Filme sein.

Und ich denke schon, daß jemand die Verantwortung dafür tragen sollte, daß aus einem einstigen Flaggschiff der A-Festivals seit mindestens zwei Jahren in Folge ein sehr öffentlicher Ort des – ich übernehme mal die zur Floskel geratene Parole – Hasses und der Hetze geworden ist, daß die Berlinale fortlaufend Schaden nimmt, wenn man sich wiederkehrend sorgt, welche Ausfälle es denn das nächste Mal geben wird. Und die aktuelle Intendantin weiß das, glaube ich, auch selber, daher war das Gefasel von „Bauernopfer“ eben nur Gefasel, und es wäre Tuttle hoch anzurechnen gewesen, wenn sie sich doch gegen ein Weitermachen entschieden hätte, bevor andere über sie vielleicht im kommenden Jahr entscheiden. Das verstünde ich unter Haltung!

Das Gezerre um die Berlinale und deren kontinuierlicher Niedergang sind exemplarisch für die aktuelle Situation in diesem Land. Keine Führungsfigur möchte nach Fehltritten noch Verantwortung übernehmen, es ist grad insgesamt auf wenig Verlaß, am wenigsten auf die gute alte Integrität. Die Chance zu einem ernstgemeinten Neustart der Berlinale bleibt also auch sieben Jahre nach Dieter Kosslick ungenutzt, schade! Aber weil Humor in der Causa Tuttle noch am besten hilft: Immer dann, wenn man gerade denkt, es ist nun wirklich alles zu dieser Angelegenheit gesagt, jede Plattitüde ausgebreitet, jeder Wutspucketropfen versprüht – dann kommt garantiert Katrin Göring-Eckardt um die Ecke ...

Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]

  • Ticker

[ 05.03.2026 ] das cineplex präsentiert hoppers am 7.+8.3. in ukrainischer fassung

das regina bietet wuthering heights – sturmhöhe am 7.3. als strick-kino

„enhypen [walk the line summer edition]“ ist erneut am 7.3. im cineplex zu erleben

  • Ticker

[ 04.03.2026 ] zur premiere von das geheime stockwerk begrüßt die passage am 6.3. regisseur und hauptdarsteller

  • Ticker

[ 03.03.2026 ] the bride! offeriert das cineplex am 5.+6.3. als of

in der kinowoche ab 5.3. hat das cineplex mavka – die wahre legende mehrfach in der ukrainischen of zu bieten

regisseur ilker çatak und anne-cathrin lessel, künstlerische leiterin & geschäftsführerin vom „lofft – das theater“, verlesen am 5.3. in der passage gelbe briefe

am 5.3. gibt’s im cineplex „enhypen [walk the line summer edition]“

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PLAYER Gewinnspiel vom 05.03.2026 bis 11.03.2026

Auch in dieser Woche gibt es etwas zu gewinnen:

Nächste Woche startet mit NOUVELLE VAGUE der von Cineasten bereits kräftig gefeierte neue Film von Richard Linklater in den Kinos. Gemeinsam mit Plaion verlosen wir 2 x 2 Freikarten und zwei schicke Filmbeutel.
In dieser Woche geht die neue Christian-Clavier-Komödie MONSIEUR ROBERT KENNT KEIN PARDON an den Start. Gemeinsam mit Happy Entertainment verlosen wir dazu 3 x 2 Freikarten.
Für die allerschnellsten Gewinnspielteilnehmer verlosen wir gemeinsam mit Farbfilm 3 x 2 Freikarten für die Premiere zu DAS GEHEIME STOCKWERK am 6. März um 15.30 Uhr in den Passage Kinos in Anwesenheit des Filmteams.

Zum Gewinnspiel »

Letzte Woche fragten wir nach dem Namen des Musikers und Schauspielers aus Jim Jarmuschs FATHER MOTHER SISTER BROTHER, der bereits in DOWN BY LAW mit dem Kultfilmer drehte. Richtig war TOM WAITS.

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Filmstart am 05.03.2026

  • Rezension

Gelbe Briefe

Drama | D/F/Türkei 2026 | Regie: Ilker Çatak

Nach DAS LEHRERZIMMER wird's etwas schwächer.

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Hoppers

Computeranimation, Abenteuer, Kinderfilm | USA 2026 | Regie: Daniel Chong

Animationsspaß quer durch die Fauna.

  • Rezension
  • Kinotipp der Woche

Junge Mütter

Drama | Belgien/F 2025 | Regie: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne

... von den Dardenne-Brüdern begleitet.

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Mavka – Die wahre Legende

Mystery, Märchen, Drama | Ukraine 2025 | Regie: Katya Tsaryk

... entführt in eine dunkle Märchenwelt.

  • Rezension

Monsieur Robert kennt kein Pardon

Komödie | F 2023 | Regie: Pierre-François Martin-Laval

Ein Lehrer rechnet ab!

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No Mercy

Dokumentation | D/Österreich 2025 | Regie: Isa Willinger

Drehen Frauen härtere Filme?

  • Rezension

On The Wave

Biographie, Dokumentation, Sport | D 2026 | Regie: Peter Wolf, Axel Gerdau

Surfen und Leben.

  • Info

The Bride!

Horror, Literaturverfilmung, Musical | USA 2026 | Regie: Maggie Gyllenhaal

Von Stars bevölkerte Horrormär.

  • Rezension

The Chronology Of Water

Drama, Biographie | USA/F/Spanien/GB/Lettland 2025 | Regie: Kristen Stewart

Kristen Stewarts Regiedebüt überzeugt durch eine starke Hauptdarstellerin.

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Mehr

  • Ticker

[ 01.03.2026 ] inklusive eines sektempfangs gibt es am 3.3. im cineplex „giselle“ vom royal ballet

das best of cinema holt am 3.3. in cineplex und regina den brillanten oldboy auf die leinwand zurück

der weedtrain der never ancame macht am 3.3. erneut halt in der kinobar und hat ein gespräch im gepäck

  • Ticker

[ 28.02.2026 ] am 2.3. wird’s beim luru archive erotisch, wenn nero und die huren des römischen reiches + caligula und messalina locken

das regina offeriert marty supreme am 2.3. als of

  • Ticker

[ 27.02.2026 ] als serbisches omu zeigt das cineplex am 1.3. erneut svadba

als of ist am 1.3. im regina epic: elvis presley in concert am start

am 1.3. heißt der sonntagsfilm um 5 im regina sorry, baby

wielka warszawska läuft am 1.3. im cineplex als polnisches omeu

  • Ticker

[ 26.02.2026 ] „twenty one pilots: more than we ever imagined“ spielt das cineplex nochmals am 28.2.

am 28.2.+1.3. erfreuen cineplex und regina (im cineplex am 1.3. auch in ukrainischer fassung) familien mit hoppers-previews, am 1.3. ist die passage dabei

zu fassaden begrüßt die kinobar am 28.2. die regisseurin

  • News

Zum März-PLAYER

[ 26.02.2026 ] Sie haben von der Berlinale bereits viel über den durchgeknallten neuen Film von Gore Verbinski gehört und sind nun gespannt, wie abgefahren GOOD LUCK, HAVE FUN, DON’T DIE wirklich geraten ist? Sie mögen einfach den atemlosen Humor von Christian Clavier und freuen sich daher schon auf dessen neuesten Spaß MONSIEUR ROBERT KENNT KEIN PARDON? Als Fan großen Schauspielerkinos erwarten Sie Ethan Hawkes Performance in BLUE MOON und Carmen Mauras Spiel in CALLE MÁLAGA schon mit Vorfreude? Sie mögen das stilsichere Kino von Paolo Sorrentino und sind daher auf dessen neuesten Film LA GRAZIA gespannt? Für Sie sind die sozialkritischen Filme der Dardenne-Brüder ein Muß, daher planen Sie schon fest den Kinobesuch zu JUNGE MÜTTER ein? Das ambivalente Presse-Echo zum „Goldenen Bären“-Gewinner GELBE BRIEFE hat Sie neugierig gemacht und daher sind Sie bereits gespannt, wie nach DAS LEHRERZIMMER der neue Film von Ilker Çatak tatsächlich geraten ist? Als waschechter Cineast fiebern Sie bereits der Godard-Hommage NOUVELLE VAGUE von Richard Linklater entgegen? Und als Anhänger starken Indiekinos freuen Sie sich bereits auf den in Cannes gefeierten Film PILLION? Wenn Sie darüber hinaus wissen wollen, was die Leipziger Kinos in den kommenden vier Wochen zu bieten haben, dann sollten Sie sich den März-PLAYER schnappen, der ab nächste Woche wieder überall dort ausliegt, wo es schön ist ...

Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]

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[ 25.02.2026 ] das luru holt im reich der sinne am 27.2. auf die leinwand zurück

  • Ticker

[ 24.02.2026 ] marty supreme präsentiert das cineplex am 26.2. als of

fans der band interessiert am 26.2. im cineplex „twenty one pilots: more than we ever imagined“

  • Ticker

[ 23.02.2026 ] das horror-doppel mit donis des luru offeriert am 25.2. eine kombo aus weapons + bring her back

der passage-queerBlick hat am 25.2. eine pillion-preview im angebot

blut fließt am 25.2. im cineplex bei einer scream 7-preview

beim kinokränzchen des cineplex tobt am 25.2. die rosenschlacht

  • Ticker

[ 22.02.2026 ] auf spendenbasis gewährt das luru am 24.2. eintritt zu viktor

scarlet interessiert am 24.2. anime-fans in cineplex, passage und regina

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[ 21.02.2026 ] beim luru archive gibt’s am 23.2. ein doppel aus im dutzend zur hölle + abrechnung in san francisco

das regina offeriert dust bunny am 23.2. in der of

  • Ticker

[ 20.02.2026 ] dead of winter spielt das regina am 22.2. als of

der fremde steht am 22.2. im zentrum des sonntagsfilms um 5 des regina

ein fast perfekter antrag steht am 22.2. im fokus einer passage-preview

am 22.2. spürt die passage der architektur des glücks nach

zur preview von marty supreme bitten am 22.2. passage und regina, am 23.2. zieht das cineplex nach

  • Ticker

[ 19.02.2026 ] auf fans der koreanischen rockband the rose wartet am 21.2. im cineplex erneut eine tourdoku

als serbisches omu zeigt das cineplex am 21.2. nochmals svadba

  • News

Rückgrat und Trostlolli

[ 19.02.2026 ] Man muß nicht vor Ort gewesen sein und konnte dennoch erkennen, wie das einstige Festivalflaggschiff Berlinale vor die Hunde gegangen ist beziehungsweise unter die Räder einer politisch einseitigen, ideologisch gefärbten Agenda kam. Das zielt in diesem Fall nicht einmal auf das, wie mir Kollegen berichteten, gewohnt schwache Programm. Und tatsächlich auch nicht auf etwaige Solidaritätsappelle der Festivalleitung in Richtung aller gestreßten Ländern dieser Welt, es geht eher um eine Zustandsbeschreibung und gottlob auch um keimende Hoffnung, denn dieses Mal hat die noch recht frische Intendantin Tricia Tuttle aus meiner Sicht vieles richtig gemacht und keine Verrenkungen hinsichtlich des Nahen Ostens getätigt.

Und auch der aktuelle Jury-Chef Wim Wenders verdient Respekt, in dem er auf die für manche Zeitgenossen scheinbare unverzichtbare und doch immer zu einseitige Frage nach Gaza kurz und prägnant antwortete: „Wir müssen uns aus der Politik raushalten“. Daß das im Umkehrschluß all die BDS-Aficionados wie Tilda Swinton und zahlreiche Kollegen dazu veranlaßte, ein Empörungsschreiben an die Berlinale-Leitung zu verfassen, hat beinahe etwas Niedliches, in jedem Fall Kleinkindhaftes und Wichtigtuerisches. In Cannes, wo das Kino eben noch richtig gefeiert wird, käme Swinton wohl nie auf eine solche Idee, es wäre bei einer privaten Meinung und dem Festhalten am Schampusglas geblieben.

Die Reaktion der Festivalleitung steht für eine sehr vage Hoffnung, eine Rückbesinnung, denn vielleicht fokussiert sich Tuttle wirklich auf das, wofür ein Festival eigentlich gedacht ist. Das muß sich nur noch bei Möchtegernjournalisten wie der Nervensäge und Corona-Petze Tilo Jung rumsprechen, der krakeelt am lautesten derzeit auf dem Festival mit seinem antisemitisch-heischenden Dummgetrommel, vielleicht nimmt ihm Tuttle, indem sie einfach durchhält mit ihrer Stärke, bald die Spielwiese weg. Etwas zu eifrige Kollegen mahnen gleich, Jung keine Akkreditierung mehr zukommen zu lassen, das halte ich für falsch, ein Festival sollte offen für alle sein, Blödquatscher inklusive, sie sollten nur einfach keine größere Resonanz mehr am dafür ungeeignetsten Ort bekommen, die Berlinale sollte sich nicht mehr erklären müssen.

Und überhaupt: Für ein Festival sollen die Filme sprechen. Punkt. Das Kino soll gefeiert werden. Punkt. Die Stars gleich mit. Punkt. Es soll Ausblick auf das weltbeste Filmgeschehen liefern. Punkt. Und die Politik ist einzig dafür da, so etwas gemeinsam mit der Wirtschaft zu ermöglichen. Ansonsten plädiere ich für Verzicht auf politische Pamphlets und für ein im besten Sinne aus sich heraus offenes, neugieriges, filmverliebtes und durchaus auch mal wagemutiges Festival. Klappt das irgendwann auch wieder in Berlin, dann bin ich wieder dabei und kaufe der unerzogenen Heulsuse Jung am Potsdamer Platz einen Trostlolli ...

Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]

  • Ticker

[ 17.02.2026 ] in der kinowoche ab 19.2. ist g.o.a.t. im cineplex mehrfach in ukrainischer fassung zu sehen

cold storage bietet das cineplex am 19.2. als of

bei freiem eintritt stellt die regisseurin am 19.2. in der passage the earth is as blue as an orange (im omeu) vor

am 19.2. reicht die passage zum ticket von the moment ein getränk

  • Ticker

[ 14.02.2026 ] in der of läuft am 16.2. im regina wuthering heights – sturmhöhe

beim luru archive am 16.2. werden 7 dreckige teufel + tote faulen in der sonnne kombiniert

  • Ticker

[ 13.02.2026 ] das regina bietet crime 101 am 15.2. als of

am 15.2. behauptet der sonntagsfilm um 5 des regina: der tod ist ein arschloch

die passage spielt am 15.2. beim strick-kino stolz und vorurteil

im polnischen omeu offeriert das cineplex am 15.2. dalej jazda 2

am 15.12. sind familien in cineplex und regina zu previews von g.o.a.t. geladen

  • Ticker

[ 12.02.2026 ] nochmals bietet das cineplex am 14.2. „stray kids: the dominate experience“

im luru wird’s am 14.2. romantisch mit notting hill

das disney channel mitmachkino lockt sein kleines publikum wieder am 14.+15.2. in cineplex und regina

wuthering heights – sturmhöhe kombiniert das cineplex am abend des 14.2. mit einem sektempfang

auf fans der koreanischen rockband the rose wartet am 14.2. im cineplex eine tourdoku

  • News

Gruseln oder lachen?

[ 12.02.2026 ] Ich verstehe das Genre des Horrorfilms immer weniger. Einst habe ich manchen Film darunter sehr gemocht, gerade solche, die mit subtilerem Grusel aufwarteten, dann übernahm zunehmend die Tonspur, es folgten endlose Fortsetzungen und Wiederaufgüsse, was zum einen lästig fürs Ohr und zum anderen schwer ermüdend war. Schließlich wich jede Suspense einem aufdringlichen Sadismus – ich war vollends raus. Und trau mich trotzdem ab und an in Genrevertreter, die dann meist enttäuschen. Im letzten Jahr gehörten die zwar am Boxoffice sehr erfolgreichen, aber filmisch extrem enttäuschenden Filme BLOOD & SINNERS und WEAPONS dazu.

Als unverbesserlicher Tierfreund habe ich mich kürzlich natürlich auch in PRIMATE begeben ... und das Kino wieder verärgert verlassen. Nicht einmal auf den guten alten Tierhorror ist mehr Verlaß! Technisch und optisch war alles vom Feinsten, das wildgewordene Biest kam prächtig rüber, allerdings vergaß man, ihm ein halbwegs anständiges Drehbuch und wenigstens ein paar glaubwürdige Figuren an die Seite zu stellen. Was bleibt? Sich einfach einem Genre zuwenden, das mir auch sehr am Herzen liegt – der Komödie. Und da freue ich mich in dieser Woche auf eine sichere Bank – DIE ÄLTERN von Sönke Wortmann.

Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]

  • Ticker

[ 11.02.2026 ] am 13.2. wird in der passage 21 gramm psychoanalytisch betrachtet

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[ 10.02.2026 ] wuthering heights – sturmhöhe präsentiert das cineplex am 12.2. als of

  • Ticker

[ 09.02.2026 ] kurz vor dem valentinstag holen cineplex, passage und regina (hier mit sektempfang) am 11.2. eine preview von wuthering heights – sturmhöhe ins programm

am 11.2. spricht der reisefilm im cineplex: nur die füße tun mir leid

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[ 07.02.2026 ] return to silent hill gruselt am 9.2. im regina in der of

am 9.2. koppelt das luru im rahmen seines archive der tod ritt dienstags + von mann zu mann

ballettfans interessieren am 9.2. die „woolf works“ im cineplex

  • Ticker

[ 06.02.2026 ] als of präsentiert das regina am 8.2. erneut hamnet

das regina bietet song sung blue am 8.2. als strick-kino

der sonntagsfilm um 5 des regina bietet am 8.2. eine therapie für wikinger an

  • Ticker

[ 05.02.2026 ] das disney channel mitmachkino lockt sein kleines publikum wieder am 7.+8.2. in cineplex und regina

erneut zeigt das cineplex am 7.2. „stray kids: the dominate experience“

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Hits & Tips

[ 05.02.2026 ] Besser als die Chefin Tricia Tuttle selbst kann man die anhaltend hoffnungslose Krux des einstigen Festival-Flagschiffs Berlinale nicht zusammenfassen: „Jedes Jahr, in dem wir ein gutes Festival haben, hilft uns für das folgende Jahr“ ... Deswegen pausiere ich weiterhin, wenn in der kommenden Woche das Festival in seine 76. Runde geht, ein erster, zugegeben recht oberflächlicher Blick ins Programm beruhigt mich in meiner Entscheidung, und daher verwende ich lieber kostbare Lebenszeit für Kinobesuche, die ich wirklich tätigen will. Im Moment ist ein Nachkommen eher schwer, so viele Hochkaräter in den Sälen, ein geschätzter Verleihfreund sagte einmal „Hits machen Hits“, recht hat er, wenn man einen Blick in die aktuellen Kinocharts und dabei vor allem auf die deutschen Filme wirft.

Der Januar 2026 war im Kinogeschäft der stärkste seit 2019, vieles zündete, so wäre es unbedingt auch in dieser Woche NO OTHER CHOICE, dem neuen Film von Park Chan-wook zu wünschen, der in dieser Woche an den Start geht. Eine absolute Herzenssache sollte auch EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN sein – mutig, hochemotional, ohne überrumpelnde Ideologie, einfach aus dem Schicksal eines kämpferischen Mädchens heraus erzählt. Und ein echter Geheimtip ist der berührende Film WINTER IN SOKCHO, während sich für Freunde gutgemachter Dokumentarfilme TRIEGEL TRIFFT CRANACH empfiehlt. Und da selbst im Januar vieles, aber eben leider nicht alles wie verdient zündete, sei unbedingt ein Nachholen von Sam Raimis SEND HELP empfohlen: hochspannend, witzig, gruselig, unterhaltsam, abgefahren und durchaus ein wenig krank.

Viel Spaß im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]

  • Ticker

[ 03.02.2026 ] den 80. geburtstag von charlotte rampling feiert die passage am 5.2. mit einer father mother sister brother-preview

„stray kids: the dominate experience“ ist am 5.2. im cineplex zu erleben

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