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Winter unsers Mißvergnügens

[ 25.11.2021 ] Ich war nicht schnell genug, um meine Eltern damals zu warnen. Kurz nach der Wende schlichen sinistere Figuren durch die noch muffigen Hausflure im Osten des Landes, mit nur einem Ziel: den gutgläubigen Ossis Zeitschriften-Abos aufzudrängen. Und Zack!, ein Klingeln an der Wohnungstür und zwei Tassen Bohnenkaffee später landete bei uns die „Funk Uhr“ jede Woche im Briefkasten. Für die nächsten zwanzig Jahre ...

Heute schleicht wieder eine komische Type durchs längst vereinte Land, klingelt und läutet, mahnt und verängstigt, mit dem wenig hehren Ziel, Abos zu verschachern: Lothar Wieler, Tierarzt von Beruf und Menschengängler aus Berufung. Erst kürzlich bekam Wieler einen beispiellosen hysterischen YouTube-Heulkrampf, ausgerechnet an der Seite des sächsischen Gernegroß Michael Kretschmer, dann gingen ihm die Pferde völlig durch, beschrieb er Deutschland doch als „einen einzigen Ausbruch“, und auf der letzten Bundespressekonferenz verlor er ganz die Contenance, indem er uns sogenannte Impf-Abos verticken wollte. Nun weiß der RKI-Chef selbst sehr genau, daß die bisher injizierte Impfbrühe nicht viel taugt, er möchte uns aber trotzdem gern jährlich mindestens zweimal das Zeug in den Körper pumpen. Auf der erwähnten Pressekonferenz meinte Wieler mit Teppichhändler-Grinsen, daß es sich ja um ein gutes Abo handele, weil es kostenlos sei. Da schrillten mehrfach die Alarmglocken, ich war plötzlich wieder Kind und erinnere mich an den mütterlichen Spruch, wonach nur der Tod umsonst ist. Paßt vielleicht sogar wieder ...

Auch unser Pannenminister Jens Spahn läßt sich in derart apokalyptischen Zeiten nicht lumpen. Kürzlich rief er auf, selbst beim Freundschaftsbesuch unbedingt mit Kontroll-App die Echtheit von Impfzertifikaten zu prüfen. Dazu gehöre im Anschluß gegebenenfalls auch die Meldung an die Polizei. Vergangene Woche regte Spahn das Gleiche für Begegnungen zwischen Verwandten an. Heiligt die ausgebootete Demokratie nun alle Mittel oder sollten wir akute Idiotie bei Ministern einfach milde belächeln? Spahn verfügt neben untrüglichem Panikinstinkt auch über allerlei Fähigkeiten zum Orakeln, weiß er doch, daß bis Ende diesen Winters wirklich jeder von uns geimpft, genesen oder gestorben sein wird. Na dann, noch mal ganz schnell all jene besuchen, die einem eben noch lieb waren ... Ziemlich große Klappe hat er, unser Gesundheits-Jens, zu groß auf jeden Fall für seine eher mickrige Erfolgsbilanz. Stefan Aust, Herausgeber der „Welt“, hatte völlig recht, als er kürzlich sagte, daß man im Prinzip auch jetzt noch die stümpernde Notstandsregierung aus dem Amt werfen müsse.

Und nochmals: Ausgerechnet Michi Kretschmer, unser Klassenbester auf der Corona-Akademie, verirrte sich schon wieder ins Nautische und nahm nochmals das Wort „Wellenbrecher“ schamlos in den Mund, wo doch jeder weiß, was all die Lockdowns bisher brachten: freiheitlichen, grundrechtlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Schaden. Der Pandemieeindämmung war kein einziger Lockdown zuträglich. Kretschmer, dieser humorlose Leichtmatrose, sollte mal auf hohe See geschickt werden, um überhaupt zu wissen, was ein Wellenbrecher ist.

Und mindestens ein Neuzugang in der Covidioten-Ahnengalerie ist in dieser Woche zu vermelden: MDR-Praktikantin Sarah Frühauf ist unter die Komiker gegangen. Anderthalb Minuten Sendezeit in den Tagesthemen und damit einen ganzen Haufen Rundfunkgebühren verpraßte das journalistische Jungtalent, um mit Spuckefäden ungebremst Haßsatire zu versprühen. Keine Frage, sie hat Geschick, ihr gelang eine astreine Sudel-Ede-Parodie, dafür sollte sie Preise gewinnen oder doch wenigstens ein Booster-Abo aus dem Hause Wieler.

Die Kinos (in Sachsen) sind zu, ich neige gewiß nicht zur Schwarzmalerei, aber trotzdem wage ich zu behaupten, sie bleiben es wohl auch – bis mindestens ins Frühjahr 2022 hinein. Die Pandemiegestalter werden in Kürze wohl das ganze Land wieder lahmlegen, weil sie es nicht anders wollen. Der PLAYER geht in die Zwangspause, ich wünsche allen Kinofreunden, allen Lesern und Partnern ein bestmögliches Durchkommen in der nächsten Zeit, bleibt wachsam, kritisch und filmverliebt sowieso.

Daß wir uns ganz ohne Repressalien bald im Kino wiedersehen, das erträumt sich
[ Michael Eckhardt ]

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[ 19.11.2021 ] erneut offeriert das cineplex die addams family 2 am 21.11. als of

am 21.+22.11. ist im cineStar nochmals harry potter und der stein der weisen zu sehen

ghostbusters: legacy läuft am 21.11. im cineStar als of, am 22.11. zieht das regina nach

am 21.11. heißt der sonntagsfilm um 5 im regina je suis karl

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[ 18.11.2021 ] am 20.11. lockt im cineplex der harry-potter-filmmarathon: teile 5-7.2

als polnisches omeu beißt am 20.11. im cineplex der pitbull zu

das cineplex präsentiert ghostbusters: legacy und die addams family 2 am 20.11. als of

zu near our border gibt’s am 20.11. im cineding einen weiteren kurzfilm sowie ein gespräch mit regisseurin und produzentin

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Jenseits von Afrika

[ 18.11.2021 ] Da aktuell im Kino nicht viel los ist, 2G leistete am vergangenen Wochenende in zahlreichen Bundesländern ganze Arbeit, gönne ich mir folgende Abschweifung: Ich war kürzlich, ganz unsolidarisch, verreist, Südafrika war das Ziel meiner Sehnsucht. Aus der Sicht des Auswärtigen Amts war das Land bis vor Kurzem ja eine reine Todeszone, und wer trotz ausdrücklicher Reisewarnung dennoch die Frechheit besaß, dahin zu fliegen und dann den lebensmüden Gang aufs Minenfeld tatsächlich überlebte, der bekam drastische Freiheitseinschränkungen zu spüren, sobald er sich wieder auf deutschen Boden wagte. Das galt im übrigen für den nun gottlob scheidenden Gesundheitsminister Jens Spahn nicht, der durfte vor gar nicht langer Zeit direkt aus dem Flieger auf die Anne-Will-Couch springen. Ein tolles Gefühl in einem Land zu leben, das an den entscheidenden Stellen auch in schwierigen Zeiten zur Differenzierung fähig ist ...

Was bringt man mit von einer Reise mit, gerade in diesen Zeiten? Eindrücke von Menschen vor allem. In Erinnerung bleibt mir das Gespräch mit einer sympathischen Flugbegleiterin, die ihren kompletten Getränkewagen verwetten würde, daß es nie wieder zu einem Lockdown kommen würde. Niedlich. In Erinnerung bleiben auch etliche Hotelangestellte, die – wie sie bekundeten – ganz freiwillig einen Anstecker am Revers trugen, der uns angstgeplagten Reisenden vor allem Sicherheit geben sollte: „I Am Vaccinated!“ Und eine betagte Engländerin, die schon Maggie Thatcher aufsteigen und abstürzen sah und aus guten Gründen Südafrikanerin wurde, fragte höflich, ob wir Deutschen denn bedauern, daß Angela Merkel nun gehen muß. Wir schauten uns kurz an und haben beide herzlich gelacht.

Vor allem aber bleibt die mitreißende Freundlichkeit der Südafrikaner in Erinnerung. Nicht nur, aber eben auch in dem Moment, wenn man nach der Landung in Frankfurt den Eindrücken der Reise noch ein wenig nachhängt, man etwas unachtsam ist und dem Näschen kurz freie Bahn läßt, weswegen aus der Kalten eine finster dreinschauende, vermutlich unfaßbar wichtige Autoritätsperson im Feldwebel-Ton losfaucht: „Maske!“

Habe ich im letzten Newsletter auf eine Auswahl sehr kleiner Napoleons verwiesen, ließe sich auch in dieser Woche diese Ahnengalerie der Corona-Despoten um weitere Zugänge erweitern. Natalia Wörner hat ja als Schauspielerin trotz 30jähriger Spielzeit bisher noch keinen größeren Eindruck hinterlassen, man kennt sie fast nur als Liebchen unseres Außenministers, eine eigene Meinung, die gegebenenfalls auch von der Regierungslinie abweicht, hätte ich ihr aber trotzdem zugetraut. Aber nein, auch Wörner laboriert schwer an der Pandemie-Zerrissenheit, weshalb sie zwar ganz gönnerhaft gegen einen Impfzwang ist, mit Ungeimpften aber partout nicht mehr drehen möchte.

Und selbst unserem tantenhaften Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier platzt nun der Kragen, er hüpft so behende wie eben möglich vom staatsmännischen Podest und gesellt sich zur immer größer werdenden Schar aufs Tribunal zur Gesellschaftszersetzung. Er habe schlicht keine Geduld mehr mit all diesen Abtrünnigen, diesen Tyrannen, diesen Ungeimpften, die in ihrer Minderheit dieses mächtige und ohnehin schönste Deutschland aller Zeiten allein durch ihre kleinkindhafte Sturheit in Schieflage bringen, wenn nicht gar in den Untergang reißen. FWS ist dabei jede Theatralik recht: „Ich bitte Sie noch einmal, in Ihrem Interesse und im Interesse unseres Landes: Lassen Sie sich impfen! Und erneuern Sie Ihren Impfschutz rechtzeitig!“ Und schiebt diesem patriotischen Notstandsgejammer noch eine waschechte Lüge hinterher: „Es sind vor allem Ungeimpfte, die auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen.“

Übrigens: In Südafrika dürfen gesunde Menschen noch in Restaurants, Kinos, Hotels, zum Sport ... In Deutschland hingegen ist für den heutigen Donnerstag mal wieder ein Corona-Elternabend angesetzt, Noch-Kanzlerin und Ministerpräsidenten grübeln, welche Gehässigkeit sie den Bürgern dieses Mal antun können. Und unser Sachsen-Michi übt sich mal wieder in Planübererfüllung ...

Ein Ende dieses schlechten Films wünscht aufrichtig
[ Michael Eckhardt ]

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[ 17.11.2021 ] am 19.11. holt der cineStar das salz der erde ins kino zurück

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[ 16.11.2021 ] cineplex und cineStar bitten am 18.11. zu ghostbusters: legacy in der of

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[ 13.11.2021 ] was last night in soho geschah, erzählen cineplex und regina am 15.11. in der of

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[ 12.11.2021 ] der regisseur von kinomann ist am 14.11. in der passage zu gast, später stellen der regisseur und weitere mitglieder des filmteams bei einem sektempfang große freiheit vor

eine preview von ghostbusters: legacy offeriert am 14.11. der cineStar

ein junge namens weihnacht erfreut am 14.11. die ganze familie bei previews in cineplex, cineStar, passage und regina

in cineStar und regina sind die eternals am 14.11. erneut als of zu sehen

der sonntagsfilm um 5 im regina bittet am 14.11. zur schachnovelle

auf eine platzspitzbaby-preview folgt am 14.11. in der schauburg eine gesprächsrunde

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[ 11.11.2021 ] zum harry-potter-filmmarathon: teile 1-4 bittet am 13.11. das cineplex

in cineplex und cineStar gibt’s am 13.11. die addams family 2-previews

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TOP GUN und WATERLOO

[ 11.11.2021 ] Es ist ernst und fühlt sich doch an wie ganz alberner Zirkus: Die selbstgefälligen Corona-Kraftmeier dieses Landes überschlagen sich im Moment, sie verschreiben in ihrer Argumentationsarmut dem deutschen Volk wieder einmal die ausgelutschte Panikpille von der Überforderung der Krankenhäuser. Ich kenne jetzt schon die im kommenden Frühjahr nachgereichten Statistiken, aus denen hervorgehen wird, daß es letztlich wohl doch wieder nicht so schlimm war.

Schlimm ist indes, daß von den bekannten Heulbojen immer ketzerischer und zügelloser gesellschaftliche Spaltung betrieben wird, mit Restriktionen und Drohungen gegen Menschen, die vermutlich ihre guten Gründe für einen Verzicht auf die Impfung haben. Es greift eine Methodik, die, so vage der Vergleich ist, doch zunehmend an sehr dunkle Abschnitte deutscher Geschichte erinnert.

Zwei dieser tollkühnen Typen seien herausgegriffen: Da wäre wieder einmal Markus Söder, längst politischer Totalausfall, dem tatsächlich keine Drohgebärde gegen Aufsässige zu blöd ist, der völlig lebensfremd „seine“ Bayern an kurzer Leine hält, während sich Töchterchen gern mal in Monaco bumsfidel und maskenfrei posierend zeigt. Und der Vater selbst setzt sich zur Pandemiezerstreuung in Tom-Cruise-Manier mit Daumen hoch in einen Kampfflieger. Über diese Aktion könnte man milde lächelnd hinwegsehen, der schlichte Bayern-Bua will eben auch mal der große Macker sein, allerdings diese Lederjacke ... Entweder hat Söder eine Wette oder doch gleich den ganzen Verstand verloren. Man kann darüber hinaus aktuell jedem bayerischen Schüler nur empfehlen, statt in die Schule doch lieber gleich ins Wirtshaus zu gehen, denn dort herrscht im Gegenteil zum Klassenraum wenigstens keine Maskenpflicht. Logisch ...

Außerdem meldete sich wieder einmal dieser alte, weiße Mann namens Frank Ulrich Montgomery zu Wort, der in den Nichtgeimpften nun gar ausgemachte Tyrannen erkennt. Die wenigen Nichtgeimpften unter uns sind also daran schuld, daß die Lage angeblich noch viel schlimmer ist als vor Jahresfrist? Der war echt gut! Fragen, inwiefern vielleicht mit der Impfung etwas nicht so rund läuft oder wie sehr sich Geimpfte untereinander infizieren oder wie schlimm all das wirklich ist, werden weggewischt. Montgomery war mal Radiologe und ist nun Rentner. Seine brandstiftenden Haßtiraden könnten also Ursache von Verstrahlung sein, oder er hat einfach einen Golfball an die Pensionärsbirne bekommen. Und über die Ideenlosigkeit eines dritten dieser kleinen Napoleons, unser emsiger Sachsen-Michi, verliere ich kein entlarvendes Wort mehr, das macht der selbst schon ganz gut.

In diesen Zeiten hilft allen, denen der Zutritt noch gewährt wird, nur eines: der Gang ins Kino. In dieser Woche kann man genau dort einen wunderbar strittigen und erfrischend aufsässigen Charakter in LIEBER THOMAS erleben.

Zerstreuung im Kino wünscht
[ Michael Eckhardt ]

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[ 10.11.2021 ] am 12.11. besucht das luru die letzte stadt

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[ 09.11.2021 ] regisseurin und produzenten von stollen begrüßt die passage am 11.11.

der cineStar präsentiert am 11.11. eternals wieder als of

in der of spielt das cineplex am 11.+12.11. last night in soho

am 11.11. stürzt das luru in eine geschlechterkrise

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[ 08.11.2021 ] im cineplex heißt es am 10.11. bei einer preview: krass klassenfahrt

am 10.11. treffen wir im cineStar king otto

die rettung der uns bekannten welt versuchen cineplex und cineStar am 10.11. bei previews

zu heimatkunde gibt’s am 10.11. in der cinémathèque ein regiegespräch

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[ 06.11.2021 ] regisseur, drehbuchautor und hauptdarsteller präsentieren am 8.11. in der passage lieber thomas

eternals zeigt das regina am 8.11. als of

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[ 05.11.2021 ] live aus dem bolshoi ist am 7.11. in cineplex und cineStar „spartakus“ zu erleben

im serbischen omu zeigt der cineStar am 7.11. südwind 2

erneut offeriert der cineStar eternals am 7.11. in der of

im regina ist am 7.11. the many saints of newark als of zu sehen

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[ 04.11.2021 ] das alpen film festival stoppt nochmals am 6.+7.11. im cineplex

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In Zeiten wie diesen

[ 04.11.2021 ] In solchen Zeiten leben wir: Sahra Wagenknecht, solitäre Politikerin, die sich noch eine eigene Meinung erlaubt und nicht in Parteibuchphrasen verliert, die nachdenkt, bevor sie spricht, die tatsächlich etwas zu sagen hat, weil sie auch in turbulenten Zeiten noch über Verstand verfügt, eine öffentliche Person, mit der sich vernünftig streiten läßt, genau diese Sahra Wagenknecht also hatte keine Furcht vor dem Gang zum Schafott. Die öffentlich-rechtlich bestellte Beilrichterin hieß wieder einmal Anne Will, zu ihr gesellte sich neben anderen der fast schon bedauernswerte Karl Lauterbach, der in seiner Verbissenheit mal wieder vor allem eins offenbarte: Der Mann braucht dringend Hilfe. Glaubt er doch mittlerweile selbst, daß er ein ausgewiesener Gesundheitsexperte sei. Dabei macht er die Menschen mit obsessivem Impf-Fetisch und ungebremster Panikmache doch nur krank.

Daß er, einmal in Wallung, mit Spuckefäden im Mundwinkel keinen graden Satz mehr heraus- oder diesen gar zu Ende bringt – geschenkt! Schlimmer ist: Lauterbach entpuppt sich als öffentlich-rechtlich unterstützter lupenreiner Dogmatiker und Narziß, ein Brandstifter und rechthaberischer Typ, unbeirrbar auf dem Weg zum komplett entfesselten Wahnsinn, wenn man ihm denn in Kürze vielleicht auch noch ein Amt anträgt. Die kommende Bundesregierung sollte unbedingt Vorsicht walten lassen, dieser Kerl hatte noch nie ein Amt oder eine offizielle Position im Gesundheitsausschuß inne, und dafür gibt es sehr gute Gründe. Lauterbach hat auch so schon viel zu viel Schaden angerichtet mit seiner Scharfmacherei, ihm ist jedes Maß verloren gegangen, er widerspricht sich selbst im Sekundentakt, läßt keine andere Meinung gelten, ist ein mehr als zweifelhafter Impfmissionar, den man nun wirklich nicht mehr in etwaige Talkshows einladen sollte. Über ihn und all die anderen Wahrheitsverdreher wie Lothar Wieler und Jens Spahn wird ganz sicher später einmal zu richten sein. Doch zurück zu Wagenknechts Verfehlung: Sie hat berechtigten Zweifel an Sinn und Wirkung einer Impfung gegen das Corona-Virus.

In solchen Zeiten leben wir: Da sieht sich die vom Amt offiziell verabschiedete, aber noch protokollarisch tätige Bundeskanzlerin Angela Merkel doch tatsächlich bemüßigt, einem jungen Fußballspieler namens Joshua Kimmich ins Gewissen zu reden. Kimmichs Verfehlung: Er hat berechtigten Zweifel an Sinn und Wirkung einer Impfung gegen das Corona-Virus. Hat Merkel, diese arme amtsmüde Frau, denn wirklich nichts anderes zu tun, und haben wir in Deutschland generell keine anderen Themen? Die abgenutzten Schlagwörter lauten nun wieder einmal Solidarität und Vorbild. Nie wurde verlogener über Impfzwang und Solidargemeinschaft diskutiert, denn Hand aufs Herz: Die allermeisten, die sich von uns impfen ließen, taten dies kaum aus echter Überzeugung noch aus reinster Nächstenliebe, purer Eigennutz paßt doch viel eher: Man will reisen, in die Kneipe gehen, nicht auf den Kinobesuch verzichten ... Das mag ein wenig armselig scheinen, verständlich ist es trotzdem, irgendwie. Die meisten von uns nahmen das zutiefst primitive Instrument der Erpressung eben in Kauf, um wieder ein halbwegs ordentliches Leben führen zu können.

Nun gehen den Covid-Aficionados zunehmend die Argumente aus, der im Eiltempo zusammengerührte Impfstoff verfehlt tatsächlich seine Wirkung, auch Geimpfte sind nachweislich ansteckbar und ansteckend. Als Reaktion darauf wurde schnell eine kreative Sprachfindung gefunden: Der Verlauf einer Infektion/Erkrankung sei bei Geimpften glimpflicher! Herrlich: Denn bekannt ist ja auch, daß ohnehin bei deutlich über 80% der deutschen Bevölkerung eine mögliche Infektion so ganz ohne Impfschutz ebenfalls glimpflich verliefe. Für die Corona-Gurus in diesem Land ist auch dies kein Widerspruch.

Der Ton wird mal wieder schärfer, die Maßnahmen gegen Nichtgeimpfte werden noch restriktiver, 2G greift verstärkt als generöses Interim auf dem Weg zu 1G. Ab nächste Woche dürfen auch in Sachsen nichtgeimpfte, dabei kerngesunde Menschen nicht mehr ins Kino. Ich verwette meine Lieblings-DVD, daß auch das moralische Überlegenheitsgefühl aller bereits Geimpften in Kürze einen deftigen Dämpfer kriegen wird, wenn wir nicht endlich diese entfesselte Willkür der Politik brechen. Die vielbeschworene Booster-Impfung, die der bisher recht wirkungslosen Impfbrühe den letzten Pfiff geben soll, dürfte wohl längst nicht nur für die bedauernswerten Ü-70jährigen gedacht sein ...

In solchen Zeiten leben wir: Die Politik hält sich schon lange nicht mehr an eigene Versprechungen, klar dürfte sein: Entweder haben sich die Krisengestalter mörderisch verrannt, oder sie wissen doch sehr genau, was sie tun. Aktuell drehen sie jedenfalls wieder völlig frei, und noch drehen die meisten von uns brav mit, aber ich wette auch noch meine zweite Lieblings-DVD darauf, daß sich das Blatt wenden wird. Denn auch wenn in den üblichen Medien aus zweifelhaften Gründen nicht darüber berichtet wird: In ganz Europa, außer im dauersedierten Deutschland, demonstrieren wöchentlich Hundertausende gegen Unverhältnismäßigkeit und Freiheitsberaubung, gegen Bevormundung und Impferpressung, gegen Angstmache und Lüge. Und sie werden lauter.

Zerstreuung im Kino so lange es noch allen Filmfreunden irgendwie möglich ist, wünscht aufrichtig
[ Michael Eckhardt ]

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[ 03.11.2021 ] sasha waltz – ein porträt zeichnet am 5.11. die regisseurin in der passage

im cineding kann man am 5.11. mit der regisseurin von garagenvolk diskutieren

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[ 02.11.2021 ] der regisseur von wagner, bayreuth und der rest der welt besucht am 4.11. die passage

in der kinowoche ab 4.11. ist im cineplex eternals fast täglich als of zu sehen – über termine infomriert die suche

fans der band erfreut der cineStar am 4.11. mit „the doors: live at the bowl ’68“

in der of präsentiert der cineStar am 4.11. eternals

zu „divina commedia – teil II und III“, den letzten beiden von drei konzerten, lädt die schaubühne am 4.11.

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