Originaltitel: LA DOUBLE VIE DE VERONIQUE

F/Polen 1991, 94 min
Label: Absolut

Genre: Drama, Mystery

Darsteller: Irène Jacob

Regie: Krzysztof Kieslowski

Die zwei Leben der Veronika

Gleich zu Beginn verrät dieses melancholische Flöten: ein Film von Kieslowski, zu dem wieder Zbigniew Preißner die Musik geschrieben hat. Es ist die Geschichte von zwei Frauen gleichen Namens, Alters, Aussehens und ähnlicher Umstände - beide lieben Musik, verloren jung die Mutter. Sie spüren sich, sie bedingen einander, aber sie kennen sich nicht. Oder doch? Für den kurzen Augenblick eines Fotos aus dem Reisebus: Veronique aus Paris drinnen, Veronika aus Krakau draußen. Und dann stirbt Veronika plötzlich, und Veronique verspürt einen tiefen Schmerz ...

Es ist der rätselhafteste Film Kieslowskis, was auch seinen Reiz ausmacht: diese in fast diffusen Bildern festgehaltene Schwebe, diese Unschärfen, die auch das Vage einer möglichen Seelenverwandtschaft unterstreichen. Es ist ein an Metaphern reicher, aber niemals überladener Film über das "Könnte-doch", das "Möglich-wär’s", dem eine gehörige Portion Irrealis innewohnt. Was dem Film das Traumhafte gibt, was etwas Intrinsisches, nur den beiden Frauen Zugehöriges, an uns heranträgt.

[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.