Originaltitel: LE MILLION
Belgien/F 2025 2025, 91 min
FSK 12
Verleih: Happy Entertainment
Genre: Komödie
Darsteller: Christian Clavier, Rayanne Bensetti
Regie: Grégoire Vigneron
Kinostart: 04.06.26
Die Christian-Clavier-Festspiele 2026 sind in vollem Gange: Nach dem rachsüchtigen Lehrer in MONSIEUR ROBERT KENNT KEIN PARDON wird der würdige Louis-de-Funès-Nachkomme im Spätsommer als vermeintlich adeliger Weinerbe Frédéric Bouvier-Sauvage in OH LA LA 2 seinen Wurzeln nachgehen, zuvor ist er aber als schlitzohriger Schlüsseldienstler Hippolyte in dieser durchgeknallten und recht grob zusammengehaltenen Komödie zu sehen.
Auch hier kriegt man, was bei CC immer gilt. Heißt: Es wird um Kopf und Kragen geschimpft, aufs Tempo gedrückt, die Reifen quietschen, um die etwas magere Geschichte aufzupeppen, dazu werden herrlich hanebüchene Zusammenhänge hergestellt und großzügig Flachwitz implementiert. Wer humortechnisch etwas robuster ist, kann da durchaus Spaß haben, ich hatte reichlich davon. Hippolyte trifft auf den Emporkömmling Stan, der an die Spitze eines Bauunternehmens will, dazu soll er Schwarzgeld nach Osteuropa bringen, keine Frage, daß mit der Aktentasche etwas nicht stimmt ...
Mit dem Film übrigens auch nicht, aber Clavier ist es, der trotz aller Aufgeregtheit Stabilität in dieses Haken schlagende Durcheinander bringt. Und selbst wenn es wie Fetisch wirkt, daß Clavier mal wieder auch seine eigene Mutter mit entsprechend geschmackssicherer Perücke spielt, erzielt diese Derbheit ihre Lachwirkung. Selbst Kuriositäten wie den Untertitel „Mit Vollgas durch Paris“ winkt man großzügig durch, auch wenn die Geschichte in Brüssel spielt. Entfesselt wird von Autoritätsproblemen, Gier, Gefallsucht und einem Sohn, der partout nicht duschen will, erzählt, und mindestens eine der beiden Feuerlöscher-Szenen dürfte jetzt schon filmhistorisch relevant sein.
[ Michael Eckhardt ] Michael mag Filme, denen man das schlagende Herz seiner Macher auch ansieht. Daher sind unter den Filmemachern seine Favoriten Pedro Almodóvar, Xavier Dolan, François Ozon, Patrice Leconte, Luis Buñuel, John Waters, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini, Ingmar Bergman. Er mag aber auch Woody Allen, Michael Haneke, Hans Christian Schmid, Larry Clark, Gus Van Sant, Andreas Dresen, Tim Burton und Claude Chabrol ...
Bei den Darstellern stehen ganz weit oben in Michaels Gunst: Romy Schneider, Julianne Moore, Penélope Cruz, Gerard Depardieu, Kate Winslet, Jean Gabin, Valeria Bruni-Tedeschi, Vincent Cassel, Margherita Buy, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert ...
Eine große Leidenschaft hat Michael außerdem und ganz allgemein für den französischen Film.