D/CH 2026, 70 min
Verleih: StudioCanal
Genre: Kinderfilm, Abenteuer
Stab:
Regie: Florian Moch
Stimmen: Jannik Schümann, Luna Wedler
Kinostart: 19.11.26
Nichts mit Fressen und Gefressenwerden: Dieses Riff hier ist ein echtes Unterwasserparadies seligen Gemeinschaftssinns. Eine wahr gewordene Utopie, in der sich sozusagen ohne Unterlaß und völlig zu Recht die Regenbogenfahne in der Strömung wiegen könnte. Denn wirklich alle Unterwasserbewohner schwimmen hier auf gleichberechtigter Augenhöhe im freundlichsten Miteinander umeinander. Halt! Wirklich alle? Nein! Denn Regenbogenfahne hin oder her: Der Regenbogenfisch macht nicht mit! Bleibt der doch, weil er ein eitler Geck ist und sich so wahnsinnig viel auf sein farbenreiches Schuppenkleid einbildet, lieber für sich allein und betrachtet sich im Spiegel. Doch eines Tages verliert der fischige Narzißt eine seiner schönsten Schuppen. Und muß auf der Suche nach dieser lernen, wie hilfreich, wichtig und gut doch die Solidargemeinschaft ist.
Handgemacht mit Schnüren: DER REGENBOGENFISCH ist eine Filmadaption, frei nach der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Marcus Pfister. In Szene gesetzt mit den Mitteln des Marionettentheaters unter Ägide der legendären Augsburger Puppenkiste, beunruhigt der Film weder mit Tempo noch Dramatik. Und bietet neben vielen Liedchen zumindest für die Kleinsten unter den Kinofischen sicher ein paar ganz putzig blubbernde Momente.
Freilich: Größere oder auch die kritischeren unter den kleineren Fischen müssen indes in Kauf nehmen, daß in dieser possierlichen Unterwasserwelt erneut das erzieherische Sendungsbewußtsein gleich einer fetten Flunder mitschwimmt. Ist ja auch schon beim Regenbogenfisch in Buchform so. Daß die Flunder in der Filmfassung jetzt immerhin etwas schlanker daherkommt, ist aber eine gute Nachricht.
[ Steffen Georgi ] Steffen mag unangefochten seit frühen Kindertagen amerikanische (also echte) Western, das „reine“ Kino eines Anthony Mann, Howard Hawks und John Ford, dessen THE SEARCHERS nicht nur der schönste Western, sondern für ihn vielleicht der schönste Film überhaupt ist. Steffen meint: Die stete Euphorie, etwa bei Melville, Godard, Antonioni oder Cassavetes, Scorsese, Eastwood, Mallick oder Takeshi Kitano, Johnny To, Hou Hsia Hsien ... konnte die alten staubigen Männer nie wirklich aus dem Sattel hauen.