D 2026, 90 min
Verleih: Leonine
Genre: Abenteuer, Fantasy, Kinderfilm
Darsteller: Nala, Carmen Diego, Carla Demmin, Fritzi Haberlandt
Regie: Gregor Schnitzler
Kinostart: 24.09.26
Eben noch mischte Bibi Blocksberg das große Hexentreffen auf, da geht sie auch schon auf eine Zeitreise. Echt fordernd, so ein Hexendasein. Dabei beginnt alles erst einmal ganz beschaulich in diesem neuen Abenteuer für das pfiffige Hex-hex!-Zaubergirl. Mit einem Schulpraktikum nämlich, das die Bibi zur Museumsaufseherin im Schloß Klunkerburg verdonnert. Ziemlich öde. Aber zum Glück wird gleich am ersten Tag unter mysteriösen Umständen eine wertvolle antiquarische Spieluhr gestohlen. Bloß gut, daß Bibis Freundin Marita ihr Schulpraktikum bei der Polizei absolviert. Die zwei Mädchen nehmen die Ermittlungen in die Hand und stoßen auch bald schon auf eine heiße Spur. Eine, die weit in die Vergangenheit führt, ins Jahr 1887. In dem sich dann, da reicht ein Zauberschüttelreim samt dem berühmten „Hex-hex!“, auch bald Bibi und Marita einfinden.
Gelungener als das ziemlich bräsige Hexentreffen vom letzten Jahr zeigt sich jetzt Bibis Zeitreise-Abenteuer. Inszenatorisch waltet sichtlich mehr Dynamik und Dichte, was freilich auch am originelleren Drehbuch liegen dürfte. Daß Bibi hier in der Vergangenheit einer Seelenverwandten begegnet, einem rebellischen Mädchen mit ganz eigenem Kopf, ist zudem ein durchaus einnehmend charmanter und auch leicht wehmütiger Erzähltwist.
Und doch: Frei von handwerklichen Husch-husch-Schludrigkeiten samt einem altbackenen Kintopp-Humor großelterlicher Provinzialität ist auch dieser Film nicht. Symptomatisch: das dauerhysterische Kreischen, Hampeln und Grimassieren, mit dem Fritzi Haberlandt hier als Bösewicht chargiert.
[ Steffen Georgi ] Steffen mag unangefochten seit frühen Kindertagen amerikanische (also echte) Western, das „reine“ Kino eines Anthony Mann, Howard Hawks und John Ford, dessen THE SEARCHERS nicht nur der schönste Western, sondern für ihn vielleicht der schönste Film überhaupt ist. Steffen meint: Die stete Euphorie, etwa bei Melville, Godard, Antonioni oder Cassavetes, Scorsese, Eastwood, Mallick oder Takeshi Kitano, Johnny To, Hou Hsia Hsien ... konnte die alten staubigen Männer nie wirklich aus dem Sattel hauen.