D/Belgien 2021, 103 min
FSK 0
Verleih: Leonine

Genre: Abenteuer, Kinderfilm

Darsteller: Leia Holtwick, Ella Päffgen, Caro Cult, Heiner Lauterbach

Regie: Sharon von Wietersheim

Kinostart: 26.05.22

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Immenhof – Das große Versprechen

Drin ist, was draufsteht

Pferde gehen immer. Ob nun die OSTWIND-Reihe, BIBI & TINA oder die Neuauflage der ursprünglich aus den 50er-Jahren stammenden „Immenhof“-TV-Serie, deren zweiter Kinoteil nun startet. Äußerlich erinnert in dem Film allerdings nichts mehr an die Nachkriegszeit. Es ist das Standardhochglanzkino von heute, wo jedes Strohhälmchen auf Linie liegt. Die Darstellerriege agiert durchwachsen, aber alle sehen sie blendend aus. Zwischendurch gibt es schmissige Popsongs und ein verfressenes Pony mit ulkigem Hut. Innerlich wird dasselbe Bedürfnis nach Weltflucht, Harmonie und einer vorhersehbaren Handlung bedient wie schon in den diversen Vorgängern.

Es herrscht Aufregung auf dem Immenhof, denn das Rennpferd Cagliostro wurde vergiftet, bevor es das legendäre Triple gewinnen konnte. Sein Besitzer will es daher auf dem Nachbargestüt Immenhof verstecken. Pferdeflüsterin Lou sorgt sich um die Gesundheit des Edeltieres, zumal es bald auf der Rennbahn antreten soll. Um dieses Unheil zu verhindern, kann Lou auf die Hilfe ihrer pfiffigen Schwester Emmie, ihrer flippigen Cousine Josy und des schnuckeligen Pferdejungen Cal zählen.

Geliefert wird, was draufsteht: Leichtfüßige Unterhaltung mit vielen beeindruckenden Aufnahmen von galoppierenden Pferden am Strand. Man kann das öde finden oder als willkommene Pause vom Alltag genießen. Unsinnig ist nur der Einsatz des antifaschistischen Partisanenliedes „Bella ciao“ als lustige Untermalung zu Hufgetrappel. So viel Kontextvergessenheit sollte sich nicht mal ein Pferdefilm leisten.

[ Dörthe Gromes ]

Immenhof – Das große Versprechen ab heute im Kino in Leipzig