Originaltitel: QUEENS OF THE DEAD

USA 2025, 101 min
FSK 16
Verleih: Filmperlen

Genre: Horror, Komödie

Darsteller: Katy O'Brian, Riki Lindhome, Jack Haven, Shaunette Renée Wilson, Margaret Cho

Regie: Tina Romero

Kinostart: 29.10.26

Queens Of The Dead

Ganz der Papa?

Stellt man sich irgendwo vor und ist direkt „Ach, die Tochter von …?“, empfiehlt sich’s eventuell, einen anderen Weg als der berühmte Erzeuger einzuschlagen. Landschaftsgärtnerin vielleicht. Keine Option für Tina Romero, da hieß es: „Jetzt erst recht!“ Und so mußte ihr Spielfilmregiedebüt mit Zombies zu tun haben. Klar.

Der Einführungsgag paßt, eine Körperlichkeit suchende Dragqueen bekommt diese vom Plan abweichend, hungert fortan im ganz wortwörtlichen Sinne nach Fleisch und stolpert untot durch die Nacht, Teil einer verrottenden Menge. Die unbeliebten schnellen Zombies à la Zack Snyder sind passé, Romero kehrt zurück zu Vaters Wurzelwerk, die unaufhaltsame Bedrohung entsteht aus schierer Masse. Welche sich natürlich gegen eine isolierte Gruppe richtet, hier bestehend aus beziehungsproblemgeplagten Lesben, am Selbstbild laborierenden Drags sowie aus Kontrastgründen einem niedlich tumben Cis-Hetero.

Mit Katy O’Brian wurde eine gleichermaßen toughe wie zum Feierabendabsacker einladende Heldin rekrutiert, die perfekte Symbiose aus Schlagkraft und Sympathie, an deren Präsenz der Ensemblerest quasi abtropft, sich gellend durchkreischt, nölt oder einfach Kanonenfutter liefert. Derweil Romero irgendwo zwischen schöner Reminiszenz – Tom Savini taucht im Cameo auf, ließ jedoch leider bloß sehr eingeschränkt den Effektguru raus – und anbiedernd deutlicher Verehrung pendelt, hier zu großartigen Einzelszenen findet (die Axt im Bein erspart nun mal gar nix), dort aber beim Charakterisieren schwächelt und sich zu stark auf schließlich repetitive Schräglage verläßt. Ob’s Daddy gefallen hätte? Na ja, zumindest traf Tina bislang kein Blitz …

[ Frank Blessin ] Frank mag Trash, Grenzgängerisches und Filme, in denen gar nicht viel passiert, weil menschliche Befindlichkeiten Thema sind. Russ Meyer steht deshalb fast so hoch im Kurs wie Krzysztof Kieslowski. Frank kann außerdem GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN mitsprechen und wird IM GLASKÄFIG nie vergessen ...