Label: A24 Music

Bodies Bodies Bodies

Disasterpeace

Mit IT FOLLOWS gab Disasterpeace alias Rich Vreeland 2014 ein starkes Filmmusikdebüt ab. Der Elektromusiker trat in die Fußstapfen von John Carpenter und Tangerine Dream, erweiterte ihren Stil aber ins Freitonale und Freirhythmische. Bisweilen erreichen seine Scores Tonhöhen an der Grenze des Erträglichen. So auch bei seiner jüngsten Arbeit BODIES BODIES BODIES, die in vielerlei Hinsicht seinem Erstling ähnelt. Wieder ist es ein Horrorfilm, wieder ein reiner Elektronikscore.

Vreeland manövriert seine Beats und Sounds durch einen Klangraum abrupter Wechsel: Knospt kurz ein Dreitonmotiv auf, verschwindet es alsbald in knarzender Geräuschkulisse, gefolgt von schrägem Elektropop, der ähnlich flugs in sakralen Synthie-Chören aufgeht. Faszinierend!

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.