Label: Silva Screen

H wie Habicht

Emilie Levienaise-Farrouch

Komponistinnen sind in der Männerdomäne Filmmusik zwar noch immer in der Minderheit, treten aber zunehmend in Erscheinung. Besonders Hildur Guðnadóttir oder Mica Levi machten mit eigenwilligem Personalstil auf sich aufmerksam. Nun schickt sich Emilie Levienaise-Farrouch an, in diese Gruppe aufzusteigen. Für H WIE HABICHT ist ihr ein bewegter und bewegender Score gelungen, der das Trauerdrama emotional, aber keineswegs rührselig begleitet. Levienaise-Farrouch vertraut auf die Ökonomie und die Vielseitigkeit eines Streicherensembles. Kompositorisch verweigert sie harmonisch eindeutige Auflösungen, bleibt mit Arpeggien und Ostinati in der Schwebe und damit ganz nah dran an der Wahrhaftigkeit des Filmthemas. Chapeau!

[ Philipp J. Neumann ] Philipp fühlt sich inspiriert von CLUB DER TOTEN DICHTER, hat gelernt aus DAS SIEBENTE SIEGEL, ist gerührt von MAGNOLIA, hat sich wiedergefunden in THE SWEET HEREAFTER, wurde beinahe irr durch FARGO, ist für immer vernarrt in PONETTE und war schlicht plattgedrückt von DER HERR DER RINGE.