D 2025, 110 min
FSK 0
Verleih: Filmtank

Genre: Dokumentation, Musik

Regie: Jan Becker

Kinostart: 30.04.26

Songs For Joy

„Songs For Joy heißt Liebe, Songs For Joy macht Spaß.“ Mit diesen Zeilchen fängt er an, der Songs-For-Joy-Song, mit dem auch der Songs-For-Joy-Film beginnt. Der wiederum die Geschichte des Songs-For-Joy-Projektes erzählt und dazu große Teile des Songs-For-Joy-Konzertes zeigt.

Ein „Musikmitmachprojekt“ nennen Carsten „Erobique“ Meyer und Jacques Palminger, was sie im Frühjahr 2024 im Hamburger Stadtteil Veddel initiierten. Es ist ein soziokulturelles Experiment mit Event-Charakter. Und beruht auf einer simplen Prämisse: „Wir vertonen Eure Texte“ lautet die und forderte damals ganz normale Menschen, also Leute wie Dich und mich und die lieben Nachbarn, dazu auf, Texte zu schreiben, die dann von Musikern vertont, arrangiert und einstudiert wurden. Um schließlich, nach diesem Fertigungsprozeß, in Form einer launigen Gala mit allen Beteiligten zur Aufführung zu kommen. Und das an durchaus exponierter Stelle, im Deutschen Schauspielhaus der Hansestadt Hamburg.

Vom Kiez in den Hochkulturtempel führt also der Songs-For-Joy-Weg, den der dazugehörige Film („der Film zur Musik“) nachzeichnet. Mit Interviews, Probenbeobachtungen und Konzertmitschnitten (gern auch mal im schnieken Split-Screen). Das ist alles grundsympathisch, sehr engagiert, anheimelnd sanftmütig und freundlich harmlos; ein Dokument des Gemeinschaftssinns, voll der Songs über große und kleine Gefühle, Mauersegler, Rollschuhe oder die Freiheit. Weshalb hier auch nur ganz sanft und freundlich gefragt sei, ob das nun unbedingt auch noch ins Kino mußte. Andererseits: In kalten Zeiten wie diesen ist ein mildes Filmdokument der Liebe und des Spaßes vielleicht auch mal ganz wohltuend.

[ Steffen Georgi ] Steffen mag unangefochten seit frühen Kindertagen amerikanische (also echte) Western, das „reine“ Kino eines Anthony Mann, Howard Hawks und John Ford, dessen THE SEARCHERS nicht nur der schönste Western, sondern für ihn vielleicht der schönste Film überhaupt ist. Steffen meint: Die stete Euphorie, etwa bei Melville, Godard, Antonioni oder Cassavetes, Scorsese, Eastwood, Mallick oder Takeshi Kitano, Johnny To, Hou Hsia Hsien ... konnte die alten staubigen Männer nie wirklich aus dem Sattel hauen.